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Der gute Hirte

 Weil ich Jesu Schäflein bin, freu ich mich nur immerhin über meinen guten Hirten,

der mich wohl weiß zu bewirten, der mich liebet, der mich kennt und bei meinem Namen nennt. (Evangelisches Gesangbuch 593,1)

 

Dieses Lied ist mir in den Sinn gekommen, als ich die Andacht für den heutigen Sonntag, den so genannten Hirtensonntag, vorbereitet habe.

Wahrscheinlich kennen es auch manche von Ihnen.

Wenn wir es singen, dann haben wir vielleicht auch ein Bild vor Augen.

Ein Bild von Jesus Christus, wie er als guter Hirte ein Schaf liebevoll auf den Armen trägt.

Ein Bild, wie wir es möglicherweise schon einmal auf einem Gemälde oder auf einer Postkarte gesehen haben.

Es veranschaulicht das, was Jesus von sich gesagt hat:

„Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich.“
(Johannes 10,14)

Und Jesus meint damit: So wie ein Hirte sich um seine Schafe sorgt und sie

liebt, so sorge ich mich auch um euch: Ich bin der gute Hirte.

Ich geleite euch auf eurem ganzen Lebensweg.

Ich kenne euch von Anfang an mit eurem Namen.

Und jede und jeder von euch ist mir wichtig.

Ich weiß, wie manche von euch ein Leben lang auf der Suche sind,

manchmal sehnsüchtig, manchmal unglücklich, manchmal hoffnungsvoll.

Ich gehe mit euch und will euch helfen, euren Weg zu finden.

Und wenn ihr euch verirrt habt, wenn ihr gar nicht mehr wisst, wo ihr seid;

wenn ihr erschrocken seid und euch fürchtet, dann will ich kommen und euch trösten und euch wieder Mut machen.

Dann sollt ihr euch geborgen fühlen wie auf starken, freundlichen Armen.

Jesus Christus. Er ist unser guter Hirte. Daran wollen wir heute am Hirtensonntag einmal bewusst denken. Und vielleicht mögen wir dazu auch Psalm 23 beten, den man auch den Psalm vom Guten Hirten nennt und der schon viele Menschen getröstet und gestärkt hat.  Amen

Gebet:

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.  Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar. Amen (Psalm 23)

Michael Kelinske

Evangelischer Pfarrer in Lohr am Main

Kelinske_Sonntag_26-4-20_V2.pdf

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