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Impuls zum ersten Fastensonntag 2021

  „INVOCABIT“

„Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören / Ich bin bei ihm in der Not, / befreie ihn und bringe ihn zu Ehren. / Ich sättige ihn mit langem Leben / und lasse ihn mein Heil schauen“ Ps 91 

  1._Fastensonntag_Invocabit1266.pdf

„Hättest du doch nur ein Wort gesagt“ - Wie oft fällt es uns schwer, andere um Hilfe zu bitten, obwohl wir diese eigentlich erhoffen oder manchmal sogar erwarten. Es ist zwiespältig: Ich sage nicht, dass ich Hilfe brauche, mache die Dinge lieber allein, und ärgere mich dann, dass keiner für mich da war.

„Invocabit“ - „Wenn er mich anruft“: Nur ein Wort und Eingeständnis, dass meine Kraft nicht ausreicht, dann schüttet Gott Hilfe aus im Übermaß

Im Eingangsvers aus Psalm 91 folgen dem einen Wort des Beters „Gott anrufen“ sechs  Zusagen der Zuwendung Gottes: „ich erhöre ihn“, „ich bin bei ihm“, „ich befreie ihn“, „ich bringe ihn zu Ehren“, „ich sättige ihn mit langem Leben“ und „ich lasse ihn mein Heil schauen“.

Dem, der sich liebend und vertrauend in ihm festmacht, sagt Gott nicht nur Rettung und Schutz zu, sondern verheißt ihm Lebensfülle und Lebensglück. Er wird Ansehen haben, satt an Leben werden und Heil erfahren. 

Der reformierte Theologe Karl Barth bat einmal Gott: „Kehre du uns von uns selbst weg zu dir hin! Lass es nicht zu, dass wir es ohne dich machen wollen!“

Und Gott verspricht, dass wir aus seiner Kraft leben können. Ein Wort genügt.

Sven Johannsen, Pfr.

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