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Mut zum Sein“ (Karl Lehmann)

11.9.2020_Karl_Lehmann.pdf

Wie kann der Mensch zuletzt die Last und die Rätselhaftigkeit des Daseins tragen, ohne in den Enttäuschungen und Absurditäten der Sinnlosigkeit zu verfallen? Woher bezieht der Mensch das „Urvertrauen“, die „Zuversicht“, die er z.B. nach der neueren Psychologie bereits als Kind grundlegend zum Finden eines geglückten Daseins lebensnotwendig braucht? Woher kommt die Zustimmung zur Welt, die immer wieder alle unsere einzlnen Handlungen übergreift und trotzt aller Negativität menschlicher Erfahrung Ja sagt zum Leben?

Der christliche Glaube lebt von der Grundüberzeugung, dass die fundamentale Entscheidung zu diesem Ja zur Welt nur in dem, was „Gott“ nennen, begründet werden kann. Der „Mut zum Sein“ (Paul Tillich) gründet sich auf den Gott, der die Welt und den Menschen aus absoluter Freiheit vom Nichts in das Dasein rief.

 

(In: Laacher Messbuch 2019 Lesejahr C,S. 238)

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