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Wandlung

Das Wunder der Wandlung: Der, durch den und auf Den hin alles erschaffen ist, der, auf den hin die ganze Geschichte des Heils zuläuft, der, der am Ende der Zeiten wiederkommen wird, wird auf unseren Altären gegenwärtig, wenn wir die heilige Eucharistie feiern. In ihm ist der Sinn und das Ziel aller Dinge gegenwärtig. Blicken wir noch einmal hin! Der, in dessen Auferstehung die Wandlung der Materie begonnen hat, verwandelt jedesmal ein Stück dieser Welt, Gaben der Erde, Brot und Wein, in die künftige Wirklichkeit. So fällt in jeder Heilgen Messe bereits Licht aus der Zukunft auf uns. Wir werden gewahr: Die Wandlung dieser Welt hat begonnen. Die Welt ist im Aufbruch. Sie steht im Übergang vom Karfreitag, der sie so hart gezeichnet hat, hinüber zum Ostertag, den Gott ihr schenken wird. Das ist nicht mehr bloße Verheißung. Das ist bereits Wirklichkeit. Das ist das Wunder der Heiligen Messe.                                                            Michael Grünwald

 

Gott, mit leeren Händen stehe ich vor dir:

Ich habe nichts außer mir selbst,

ich habe nichts außer dem Hunger nach Sinn und Erfüllung.

Ich habe nichts außer dem Durst nach Gerechtigkeit und Frieden,

ich habe nichts außer der Sehnsucht nach dir.

Lass mein Denken und Sinnen so arglos,

mein Herz so menschenfreundlich sein,

dass sich mein Blick öffnet für die Begegnung mit dir:

Du bist da im Brot,

du bist da im Nächsten,

du bist da in mir,

du bist da,

du bist!

Brigitte Schwarz

 In: Guido Fuchs, Eucharistieverehrung und -frömmigkeit, Regensburg 2009, S. 16.; S. 26

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