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„In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.“ (Mk 1,35)

Über das Gebet (Papst Franziskus)

13.1_Franziskus_Gebet.pdf

Beten ist ein Akt der Freiheit. Doch manchmal kommt es zu dem Versuch, das Gebet kontrollieren zu wollen, was gleichbedeutend damit ist, Gott kontrollieren zu wollen. Das hat mit einer Verzerrung zu tun, mit einem exzessiven Ritualismus oder mit einer der vielen anderen Kontrollhaltungen. Beten heißt zu sprechen und zu hören.

Es gibt Momente tiefer Stille, der Anbetung, in Erwartung dessen, was geschehen wird. Im Gebet lebt diese ehrfurchtsvolle Stille mit einer Art des Schachems zusammen wie in der Situation, als Abraham mit Gott über die Strafen für Sodom und Gomorra verhandelt. Mose feilscht auch, indem er für sein Volk bittet, er möchte den Herrn überzeugen, sein Volk nicht zu bestrafen. Das ist eine mutige Haltung, die zusammen mit Demut und Anbetung für das Beten unbedingt erforderlich ist.

(Papst Franziskus)

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