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Tagesimpuls 18.02.2021

Selbstempfehlung und Absicht des Briefes Röm 1,8—17 

(Sabrina Peper) 

Impuls_Röm_18-13.pdf

8 Zunächst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus für euch alle, weil euer Glaube in der ganzen Welt bekannt gemacht wird. 

9 Denn Gott, dem ich mit der Verkündigung des Evangeliums von seinem Sohn mit ganzem Herzen diene, ist mein Zeuge: Unablässig denke ich an euch 

10 in allen meinen Gebeten und bitte darum, es möge mir durch Gottes Willen endlich gelingen, zu euch zu kommen. 

11 Denn ich sehne mich danach, euch zu sehen; ich möchte euch ein wenig mit geistlicher Gnadengabe beschenken, damit ihr gestärkt werdet, 

12 oder besser: damit wir, wenn ich bei euch bin, miteinander Zuspruch empfangen durch den gemeinsamen Glauben, euren und meinen. 

13 Ihr sollt wissen, Brüder und Schwestern, dass ich mir schon oft vorgenommen habe, zu euch zu kommen, aber bis heute daran gehindert wurde; denn wie bei den anderen Heiden soll meine Arbeit auch bei euch etwas Frucht bringen. 

14 Griechen und Nichtgriechen, Gebildeten und Ungebildeten bin ich verpflichtet; 

15 deshalb bin ich, soviel an mir liegt, bereit, auch euch in Rom das Evangelium zu verkünden. 16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, aber ebenso für den Griechen. 

17 Denn in ihm wird die Gerechtigkeit Gottes offenbart aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der aus Glauben Gerechte wird leben.

 

„Ich sehne mich danach, euch zu sehen; ich möchte euch ein wenig mit geistlicher Gabe beschenken, damit ihr gestärkt werdet, oder besser, damit wir, wenn ich bei euch bin, miteinander Zuspruch empfangen, durch den gemeinsamen Glauben, euren und meinen.“ Röm 1, 11

Paulus spricht davon, dass er seine Brüder und Schwestern durch seinen Besuch im Glauben stärken möchte und ist sich sicher, dass er auch selbst durch den gemeinsamen Glauben Stärkung empfängt.

Es ist wie bei jeder menschlichen Begegnung: Treffen Menschen mit gleicher Interessenlage aufeinander und tauschen sich offen darüber aus, entsteht eine Art Herzensbegegnung, die neue Kraft und neuen Mut hervorbringt. Auch in unserer Zeit ist es notwendig, vielleicht mehr denn je, dass wir über das was unsere Herzen im Glauben bewegt, sprechen. 

Sind Sie schonmal von einem Wort aus der heiligen Schrift im Gottesdienst angesprochen worden und haben sich darüber mit einer anderen Person ausgetauscht? Versuchen Sie es einmal. Sie werden feststellen, dass es tatsächlich einander im Glauben stärkt und ermutigt. Paulus kann uns mit der Absichtserklärung in seinem Römerbrief ein Ansporn sein, wenn er sagt: „ich schäme mich des Evangeliums nicht.“ Röm 1,16 

Vielleicht kostet es am Anfang sehr viel Mut etwas von sich persönlich und dem, was man im Glauben verstanden hat, preiszugeben, es wird sich jedoch lohnen und Beziehungen, in denen man regelmäßig darüber spricht, was einem im Inneren bewegt, werden intensiver, ja, auch verletzlicher werden. Sie bergen jedoch auch die große Chance, dass sich daraus etwas großartiges entwickelt. 

Sabrina Peper

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