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von Agnes Donhauser

Jesus nachfolgen

Evangelium (Mt 10, 22-25a):

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

22Ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden; wer aber bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.

23Wenn man euch in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere. Amen, ich sage euch: Ihr werdet nicht zu Ende kommen mit den Städten Israels, bis der Menschensohn kommt.

24Ein Jünger steht nicht über seinem Meister und ein Sklave nicht über seinem Herrn.

25aDer Jünger muss sich damit begnügen, dass es ihm geht wie seinem Meister, und der Sklave, dass es ihm geht wie seinem Herrn.

 

 

Gedanken zum Evangelium:

Die Lieder wie „Ich bin getauft und Gott geweiht“ lassen sich doch ganz gut und lautstark zur Tauferinnerung singen. Auch das Glaubensbekenntnis geht mir, seitdem ich es irgendwann in der Grundschule mal gelernt habe, leicht, aber trotzdem ernsthaft von den Lippen, wenn wir es im Gottesdienst beten. Christin zu sein, sonntags von klein auf mit den Elten, später dann auch alleine in die Kirche zu gehen war und ist, genauso wie der Religionsunterricht an der Schule, selbstverständlich. Dass ich - und Sie wahrscheinlich auch - das so erleben können ist unschätzbar wertvoll und leider auch nicht selbstverständlich,, wie auch das heutige Evangelium zeigt: Jesus kündigt seinen Jüngern Verfolgung und Ablehnung an. Leider ist es bis heute noch nicht allen Menschen auf der Welt möglich, sich offen und ohne der Gefahr der Diskriminierung zu ihrem Glauben zu bekennen.

Diese Erfahrung musste auch Athanasius machen, dessen Gedenktag wir heute feiern. Als Diakon war er an den frühen Konzilien der Kirche beteiligt und betonte, dass Jesus nicht nur ein normaler Mensch, sondern auch Gott ist. Für seine Glaubensüberzeugung nahm Athanasius sogar Verfolgung und Verbannung auf sich.

Hier in unseren Gemeinden sieht Nachfolge Jesu zum Glück deutlich ungefährlicher - und ein Stück weit auch von Person zu Person unterschiedlich aus. Sei es im Engagement für Ärmere, Benachteiligte und Kranke, in Form der Nachbarschaftshilfe oder die Unterstützung in der Familie oder unter Freunden. Andere engagieren sich vor Ort in ihren Gemeinden und machen so das Glaubensleben in ihrem Stadtteil oder ihrem Dorf lebendig. Eines gilt aber für alle, in der Nachfolge Jesu Christi: Wir sind nicht alleine unterwegs. Gott geht mit uns und begleitet uns auf unserem Lebensweg. Und wir können ihn immer wieder um Schutz und Segen für unser eigenes Tun, aber auch für all die Menschen bitten, die wegen ihrer Religion verfolgt werden.

Impuls_2._Mai.pdf

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