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Bitte - Danke - Entschuldigung

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Papst Franziskus nennt in einer Predigt (13.10.2013) drei Worte, die Gemeinschaft stiften. Zunächst das Wort: Bitte. Nicht einfach fordern oder bedrängen, sondern bitten. Das heißt, dem anderen das Gute zutrauen und hoffen, dass er meine Bitte ernst nimmt und sie nach Möglichkeit auch erfüllt. Die Bitte appelliert an die Freiheit und das gute Herz des anderen.

Das zweite Wort heißt: Danke. Das bedeutet, das nicht einfach als selbstverständlich anzunehmen, was der andere mir Gutes tut nach dem Motto: Nicht kritisieren ist schon genug gelobt. Es ist wichtig, den Dank immer wieder auch einmal auszusprechen. Wer sich selber über ein Wort des Dankes freut, sollte damit nicht sparsam anderen gegenüber umgehen.

Das dritte Wort ist: Entschuldigung. Das geht manchen Menschen leider nur schwer über die Lippen. Sie meinen, dass sie nichts falsch machen oder auch nichts falsch machen dürfen. Sie gestehen sich selbst keine Fehler zu. Deshalb verteidigen sie sich, auch dann, wenn sie im Unrecht sind. Statt zu sagen: „Entschuldigung. Das war falsch von mir.“ oder „Das habe ich nicht so gemeint“, versuchen sie, sich immer zu rechtfertigen. Es fällt niemandem ein Stein aus der Krone, wenn er sich entschuldigt. Wir alle machen Fehler und verletzen andere. Aber wir können uns entschuldigen und die Entschuldigung des anderen annehmen. […]

Bitte, Danke, Entschuldigung. Drei Worte, die nicht wie Sand, sondern wie Öl im Getriebe des Zusammenlebens wirken.

Es sind auch drei Worte, die ich Gott gegenüber immer wieder sage. Und ich vertraue darauf, dass er mich hört.

 

Prof. Dr. Gerhard Stanke, Katholische Hörfunkarbeit für Deutschlandradio und Deutsche Welle, Bonn.

www.katholische-hörfunkarbeit.de.

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