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Tagesimpuls 29. März 2021 Römer 13,8-14

Sabrina Peper

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Die Liebe als Erfüllung des Gesetzes

Niemandem bleibt etwas schuldig, außer der gegenseitigen Liebe! Wer den andern liebt, hat das Gesetz erfüllt.

Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren! und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.

Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.

Das Gebot der Stunde

Und das tut im Wissen um die gegenwärtige Zeit: Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf. Denn jetzt ist das Heil uns näher als zu der Zeit, da wir gläubig wurden.

Die Nacht ist vorgerückt, der Tag ist nahe. Darum lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts!

Lasst uns ehrenhaft leben wie am Tag, ohne maßloses Essen und Trinken, ohne Unzucht und Ausschweifung, ohne Streit und Eifersucht!

Vielmehr zieht den Herrn Jesus Christus an und sorgt nicht so für euren Leib, dass die Begierden erwachen.

 

Die Stunde ist gekommen, aufzustehen vom Schlaf.“ Paulus ruft uns im heutigen Abschnitt zu einem aktiven Leben auf. Ja, es ist sogar von den „Waffen des Lichts“ die Rede, die wir uns anlegen sollen um ehrenhaft leben zu können. Doch was meint er damit? Ich denke, dass er uns wachrütteln und mitteilen möchte, dass wir das Gebot der Liebe und das Gesetz der Liebe nicht ohne Anstrengung leben können. Es bedarf einer Ausrüstung, ja sogar Waffen, und eine gewisse Portion der Anstrengung damit wir so leben können wie Christus es von uns wünscht. Wie geht das? Nehmen wir die erwähnte Eifersucht als Beispiel. Sie verstößt gegen das Gebot der Liebe, da man sich selbst mit einer anderen Person vergleicht und die eigene von Gott geschaffene Individualität in den Schatten stellt. Durch die negativen Gedanken über die andere Person und deren Fähigkeiten oder Eigenschaften schadet man vor allem sich selbst und verletzt die Selbstliebe. Auch öffnet man Groll und Missgunst dem Anderen gegenüber die Tür. Dies kann über kurz oder lang zu einer Vergiftung der Beziehung führen. Eine Waffe gegen die Eifersucht ist sicherlich, dass man sich - nachdem die ersten Gedanken in diese Richtung kommen - besinnt, und sich fragt, was denn der tiefere Grund für dieses Gefühl ist. Fühle ich mich selbst nicht wertgeschätzt, habe ich Angst vor Verlust oder fehlt mir schlicht das Vertrauen? Dann kann man sich bewusst entscheiden, den Gedanken Einhalt zu bieten und überlegen, welche positiven Eigenschaften die Person oder die Beziehung aufweisen und, ja, auch für diese Person zu beten.

Man kann Gott die aufkeimenden Gefühle hinhalten und ihm um Wandlung bitten. Auch kann man darum beten, dass man mit einem liebenden Blick auf sich und die Situation schauen kann. Des weiteren kann es hilfreich sein, wenn man das Gefühl der Eifersucht der anderen Person gegenüber ausspricht (ACHTUNG: das braucht viel Mut!). In den meisten Fällen wird man feststellen, dass die Eifersucht völlig unbegründet ist.

Es wird am Anfang ein Kampf gegen diese Gedanken und den daraus resultierenden Verhaltensweisen sein; daher ist es gut, wenn wir die Waffen wie Willenskraft, Gebet und auch Gespräch immer parat haben. Versuchen Sie es einmal!

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