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Lothar Zenetti „DAS LIED VOM GEBEN UND NEHMEN“

9.10.2020.pdf

Zum Geben und Nehmen will Gott uns befrein,
wir sterben und leben, wir sind nicht allein.

Wenn einer voller Leben ist,
dann helfe er den Schwachen,
so mancher Mensch kann fröhlich sein,
so mancher kann nicht lachen.
Wenn einer viel sein Eigen nennt,
dann teil er's mit den Armen,
so mancher lebt für sich allein,
so mancher braucht Erbarmen.

Aus Körnern und Reben wird Brot und wird Wein,
wir essen und trinken, der Herr lädt uns ein.

Kann sein, dass du heut Tränen weinst,
nicht jeder kann das: weinen.
Kann sein, dass du den Glauben hast,
so viele haben keinen.
Kann sein, dass du heut glücklich bist,
versuch das Glück zu teilen.
Sieh doch den Menschen neben dir,
vielleicht kannst du ihn heilen.

Zum Geben und Nehmen will Gott uns befrein,
wir sterben und leben, wir sind nicht allein.

Aus Lothar Zenetti, Sieben Farben hat das Licht. Worte der Zuversicht. Matthias-Grünewald-Verlag 2006.

 

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