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Huub Oosterhuis „Kirchenlied“

9.11.2020_Oosterhuis_Kirchenlied.pdf

Dach überm Kopf, Menschen zu bergen, Tür, die zur Stille offen steht.

Mauern wie Haut, Fenster wie Augen spähen und hoffen auf den Tag.

Haus, das lebendig wird wie ein Leib, wenn wir nach innen gehn, um recht vor Gott zu stehn.

Worte von fern, fallende Sterne, Funken, vor Zeiten ausgesät.

Namen für ihn, Träume, Signale, tief aus der Welt zu uns geweht.

 Münder aus Erde hören und sehn und sprechen neu das Wort von Gott, der uns befreit.

Tisch, der vereint, Brot soll uns zeigen, dass wir einander zugehörn,

Wunder von Gott, Menschen in Frieden, altes Geheimnis neu erkannt.

Brechen und Teilen, Sein im Vergehn, das Undenkbare tun: Sterben und Auferstehn.

(Übertragung: Lothar Zenetti)

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