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Röm 1,18-32 (PV Christian Nowak)

Prophetische Gerichtsrede gegen die Menschen (aus den Völkern)

 

Römerbrief_19.2._Tagesimpuls_Röm_118-32.pdf

18 Denn der Zorn Gottes wird vom Himmel herab offenbart wider alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten. 19 Denn es ist ihnen offenbar, was man von Gott erkennen kann; Gott hat es ihnen offenbart. 20 Seit Erschaffung der Welt wird nämlich seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit. Daher sind sie unentschuldbar. 21 Denn obwohl sie Gott erkannt haben, haben sie ihn nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt, sondern verfielen in ihren Gedanken der Nichtigkeit und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert. 22 Sie behaupteten, weise zu sein, und wurden zu Toren 23 und sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit Bildern, die einen vergänglichen Menschen und fliegende, vierfüßige und kriechende Tiere darstellen. 24 Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. 25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. 26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; 27 ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer treiben mit Männern Unzucht und erhalten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung. 28 Und da sie es nicht für wert erachteten, sich gemäß ihrer Erkenntnis an Gott zu halten, lieferte Gott sie einem haltlosen Denken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört: 29 Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit, voll Neid, Mord, Streit, List und Tücke, sie verleumden 30 und treiben üble Nachrede, sie hassen Gott, sind überheblich, hochmütig und prahlerisch, erfinderisch im Bösen und ungehorsam gegen die Eltern, 31 sie sind unverständig und haltlos, ohne Liebe und Erbarmen. 32 Sie erkennen, dass Gottes Rechtsordnung bestimmt: Wer so handelt, verdient den Tod. Trotzdem tun sie es nicht nur selbst, sondern stimmen bereitwillig auch denen zu, die so handeln.

 

Nach dem Briefkopf und der Einleitung beginnt mit dem eben gehörten Textabschnitt dieNach dem Briefkopf und der Einleitung beginnt mit dem eben gehörten Textabschnitt dieAusführung des ersten inhaltlichen Hauptteils des Römerbriefes. Paulus verkündet das Evangelium als die Gotteskraft für die Sünder. Und um die Kraft des Gotteswortesleuchten zu lassen, betont er gerade zu Beginn dieses inhaltlichen Abschnitts die Verderbtheit der Menschen, die Ungerechtigkeit in der Welt oder auch die mangelnde Erkenntnis Gottes stark, der doch jedem Menschen gerade durch die Vernunft - nicht Erkenntnis Gottes - stark, der doch jedem Menschen gerade durch die Vernunft - nicht zuerst durch den Glauben - zugänglich sein müsste. Und genauso will Paulus dieErlösungsbedürftigkeit von Welt und Mensch in den Vordergrund stellen und wie sehr ein jeder, die Rettung und das von Gott geschenkte Heil nötig hat.Paulus beschreibt in diesem ersten Teil (Röm 1,18-32) die Sündhaftigkeit und die Perversion, die er gerade in der heidnischen Welt sah. Der Völkerapostel argumentiert dabei, dass auch die Heiden keine Entschuldigung für ihre von ihm beschriebene Gottlosigkeit haben, denn Gottes „unsichtbares Wesen … wird seit Erschaffung der Weltan der Werken der Schöpfung durch Vernunft wahrgenommen, so dass sie keineEntschuldigung haben.“ In den weiteren Ausführungen wird allerdings auch deutlich werden, dass nicht nur dieheidnische, sondern auch die jüdische Welt - also das erwählte Gottesvolk - der Erlösungbedarf. Das bedeutet im Sprachgebrauch des Paulus: jeder Mensch braucht die Erlösungdurch Gott. Jeder Mensch hat unter der Last der Sünde zu leiden und mit ihrer Macht zukämpfen. Alle sind wir somit auf Gottes Lösung - die Erlösung - angewiesen: dasEvangelium. So bringt dieser erste, wortstarke Abschnitt gerade die Kraft desGotteswortes zum Ausdruck, das als heilendes Gericht über dem Menschen steht. Auch wir sind in dieser Zeit der inneren Erneuerung eingeladen, auf die Suche zu gehen,was an oder in uns, der Erlösung bedarf und wo Gottes Wort an uns handeln soll.

Auch wir sind in dieser Zeit der inneren Erneuerung eingeladen, auf die Suche zu gehen, was an oder in uns, der Erlösung bedarf und wo Gottes Wort an uns handeln soll.

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