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„Bleib gesund“

Tagesimpuls von  Sabrina Peper

„Bleib gesund“ oder „Hauptsache gesund“ oder gar „Die Gesundheit ist das höchste Gut“ sind Aussagen, die man gerade in Tagen wie diesen aber auch sonst recht häufig hört. Es scheint als sei nichts wichtiger als gesund zu sein. Doch was ist überhaupt Gesundheit?

„Gesundheit ist der Zustand des umfassenden körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur des Freiseins von Krankheit und Gebrechen“, wie die WHO 1948 grundlegend in ihrer Präambel definiert. Denkt man weiter darüber nach, stellen sich doch einige Fragen. Wer lebt schon permanent und umfassend im körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefinden? Ist es nicht eher so, dass wir täglich von den Beschränkungen des eigenen Körpers und den Einschränkungen im alltäglichen Leben, besonders jetzt in dieser Coronakrise, betroffen sind? Mit der Dauer der Krise und den Auflagen, die uns nicht immer logisch und nachvollziehbar sind, steigt auch die seelische Belastung. Das hohe Gut der Gesundheit scheint also nur selten vorhanden zu sein.

Wie gehen wir also gut mit uns, unserem Körper und unseren Mitmenschen in einer solchen Situation um? Wo können wir Entlastung, Wiederherstellung unseres Wohlbefindens und sogar Heilung finden? Wo finden wir Frieden für unser Herz und unsere Familien?

 „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken“ (Mt 11,28), ruft uns Jesus besonders in diesen Tagen zu. Jesus lädt uns ein zu ihm zu kommen und bei ihm Ruhe zu finden. Er sagt uns seinen persönlichen Beistand zu, denn er steht unserem Leid und unserer Mühsal nicht gleichgültig gegenüber. Gerade jene, die im Leben zu kämpfen haben, ruft er zu sich und verheißt Erquickung oder um es mit den Worten von Papst Franziskus, die er am diesjährigen Weltgebetstag der Kranken an uns richtete, zu sagen:

„Liebe kranke Brüder und Schwestern, die Krankheit lässt euch in besonderer Weise zu diesen „Mühseligen und Beladenen“ gehören, die den Blick und das Herz Jesu anziehen. Von dort kommt Licht in eure Momente der Dunkelheit und Hoffnung in eure Verzagtheit. Er lädt euch ein, zu ihm zu gehen: „Kommt“. In ihm werdet ihr die Kraft finden, die Ängste und Fragen zu bewältigen, die in dieser „Nacht“ für Körper und Geist in euch auftauchen. Ja, Christus hat uns keine Rezepte gegeben, aber mit seinem Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung befreit er uns von der Übermacht aller Übel.“

 

Suchen wir in diesen Tagen die Begegnung mit Christus im Gebet, in der wir die Last und Mühsal unseres Lebens ablegen dürfen und lassen wir uns von ihm erquicken.

 

Sabrina Peper

Impuls_09.05.2020.pdf

 

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