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Festlich hat das Blumenschmuck-Team in Sackenbach den Altar für das Erntedankfest hergerichtet. Eine blühende Erntekrone und die Früchte des Feldes erinnern daran, dass die Schöpfung Geschenk und Aufgabe ist, wie Pfarrer Johannsen in der Predigt ausführte.

In seiner Predigt nahm der Pfarrer die am Erntedanksonntag beginnende Amazonien-Synode auf und stellte die besonderen Herausforderungen der Kirche in diesem paradiesischen Teil der Erde dar: Die ökologische Krise des Amazonasbecken und des Regenwaldes und die große Sorge der Bischöfe um neue Weg der Seelsorge in diesem Gebiet für die indigenen Völker.

Viele Beobachter schauen nur aus der europäischen Perspektive auf das Bischofstreffen und stellen kircheninterne Fragen und Veränderungen in den Mittelpunkt. Die Synode aber nimmt die Menschen und die Kirche in Amazonien in Blick, die, wie der Papst warnt, oft übersehen wird. Wie kann die Identität der Menschen und die Verkündigung des Glaubens und des Evangeliums durch die Kirche angesichts der wachsenden Konkurrenz durch evangelikale Gruppen gesichert werden. Welche neuen Wege können gegangen werden, um die Menschen in ihren Werten und ihrer Kultur zu stärken. Der Pfarrer verwies dabei v.a. auf die Enzyklika „Laudato sii“ von Papst Franziskus, der das Bewusstsein indigener Menschen, dass der Boden, auf dem sie leben, heiliger Raum ist, der ihnen von Gott und den Vorfahren gegeben wurde.
Gerade am Erntedankfest ist es wichtig, sich daran zu erinnern, dass christliche Verantwortung mehr als Aktionismus ist. Glaubende Menschen, so der Papst, sehen im Lebensraum mehr als nur Natur, die man bebauen und erforschen kann. Sie ist Schöpfung, als Geschenk dessen, der sie geschaffen hat, nicht zum Privatbesitz einzelner, sondern als Gabe für die ganze Menschheit.
Glaubende Menschen erkennen sich selbst als Teil der Schöpfung. Sie ist nicht nur der Rahmen, in dem sich ihr Leben abspielt. Vielmehr gehören sie selbst als Mitgeschöpfe zum gemeinsamen Haus des Lebens.

Diese Perspektive können Christen immer wieder einbringen in das augenblickliche Bemühen, wirksame Initiativen für den Schutz der Schöpfung anzugehen.

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