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Gedanken zum neuen Evangeliar in Sackenbach – In den letzten Wochen haben Gruppen und Einzelpersonen die Festtagsevangelien geschrieben und gestaltet und so ein neues Evangeliar für Sackenbach geschaffen. Den Einband des Evamgeliars schuf Lydia Albert. Sie deutet selbst die Symbolik für den Betrachter.

Titelbild des Evangeliars Sackenbach

Die Mitte bildet die Silhouette des auferstandenen Christus in angedeuteter Kreuzform.

An das Kreuz und Kreuzopfer Jesu erinnert die braune Farbe des Korpus, umrahmt jedoch von einem Goldband als Zeichen für die Erlösung und Auferstehung.

Als Grundstoff wählte ich den kostbarsten Stoff, den der Mensch herstellen kann, nämlich Seide.

Rote Seide als Zeichen für die Hingabe Jesu, seine Wunden, sein vergossenes Blut und nicht zuletzt seine unendliche Liebe für uns.

Ausgangspunkt für die Gestaltung war das Lied:

„Gott, du deines Mantels Saum möchte ich berühren.“ Dieses Lied wurde zum Evangelium Matthäus 9,18-22, Markus 5,25-34 oder Lukas 8,43-48 geschrieben, in dem die blutflüssige Frau Jesu Gewand berührt und geheilt wird.

So, mein Gedanke: das Wort Gottes ist für uns so ein wenig wie Jesu Gewand, das wir berühren können, um von seinem Wort angesprochen, angerührt, ja geheilt zu werden.

Dieses Wort, sein Wort, wie es im Prolog von Johannes heißt, das fleischgewordene Wort will uns berühren, will uns stärken, uns Lebenshilfe sein und unseren Lebensweg begleiten.

Die Steine auf dem Gewand sollen den Reichtum unseres Glaubens darstellen.

Frühere Evangeliare wurden oft mit kostbaren Steinen geschmückt.

Die fünf Steine erinnern uns als erstes an die fünf Wunden Jesu.

Der wertvollste Stein ist ein echter Rubin. Zeichen für die Liebe und das Blut, das Jesus für uns vergossen hat.

Die anderen Steine, jeder kann selber hineininterpretieren, was er will, denn viele Steine gelten Menschen als Heilsteine und haben vielfache Bedeutung – auch vom Schöpfer für uns geschaffen.

Ich will mich auf die einfachste Bedeutung der Farben beschränken: Schmuck und Sinnbild für die geschaffene Welt: Sonne, Luft, Wasser, Erde, Natur

Das weiße Gewand Jesu – auch aus reiner Seide – möchte uns einladen im Geiste Jesu Gewand zu berühren - mit ihm in Verbindung zu kommen.

Umrahmt wird das Bild von edlem Leinenstoff. Zeichen dafür, dass Jesus als Mensch gelebt, als armes Kind in Windeln gewickelt wurde und 30 Jahre lang ein ganz normales Leben geführt hat, „ in allem uns gleich geworden außer der Sünde“. Zeichen auch für sein Gewand, das erwähnt im Evangelium vom Karfreitag, „aus einem Stück gewebt war“.

Der goldene Rahmen möchte an den „Hohepriester“, den König aller Welt erinnern; als Zeichen dafür, dass Jesus nicht nur Mensch, sondern Gottes Sohn ist…..

und als Erinnerung an die Kostbarkeit des Wortes Gottes.

 

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