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von Kaplan Frank Elsesser (Pfarreiengemeinschaft 12 Apostel am Tor zum Spessart)

 ZWEITER SONNTAG IN DER OSTERZEIT IM LESEJAHR A

Ein Gottesdienstentwurf für Zuhause

(Die liturgischen Texte entstammen dem Messbuch bzw. dem Lektionar)

 

Eröffnungslied: GL 328 (Gelobt sei Gott im höchsten Thron...)

Kreuzzeichen und Eröffnungsvers (Esr 2,36-37)

 

Freut euch und dankt Gott, der euch zu sich gerufen hat.
Ihr seid Kinder Gottes und Erben seiner Herrlichkeit. Halleluja.

 

Der erste Sonntag nach Ostern. Auch er ist dieses Jahr so ganz anders. Am Weißen Sonntag dreht sich in unseren Gemeinden sonst alles um die Erstkommunion. Die Kommunionkinder, die jungen Christen und ihre Beziehung zu Jesus Christus stehen im Mittelpunkt. Die Kinder dieses Jahres müssen noch warten.

Warten darauf, dass sie den Herrn in der Eucharistie zum ersten Mal empfangen dürfen. Auch wir warten darauf, dass wir als Gemeinde wieder zusammen Gott loben und preisen dürfen. An der Gegenwart Gottes teilhaftig werden dürfen. Zur Zeit sind wir vor allem im Glauben und im Gebet verbunden. In dieser Verbundenheit rufen wir zum Herrn.

 

Kyrie:

Herr Jesus Christus, du rufst uns, dein begonnenes Heilswerk weiter zu führen. Herr, erbarme dich.

Deine Auferstehung stärkt unser Vertrauen in dich als den Erlöser und Heiland. Christus, erbarme dich.

Unsere Bemühungen willst du mit deiner Gnade unterstützen und mittragen. Herr, erbarme dich.

Dir, Herr, vertrauen wir uns neu an.
Öffne unsere Augen und unsere Herzen,
damit wir deinen Weg mit uns gehen:
dir zur Ehre, zum Wohl der Mitmenschen
und zu unserem eigenen Heil. – Amen. (Pater Clemens Nodewald)

 

Gloria: GL 328 Gelobt sei Gott im höchsten Thron...

 

Tagesgebet:

Barmherziger Gott, durch die jährliche Osterfeier
erneuerst du den Glauben deines Volkes.
Lass uns immer tiefer erkennen,
wie heilig das Bad der Taufe ist,
das uns gereinigt hat,
wie mächtig dein Geist,
aus dem wir wiedergeboren sind,
und wie kostbar das Blut, durch das wir erkauft sind.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Lesung aus der Apostelgeschichte (Apg 2, 42–47)

Lesung aus der Apostelgeschichte.

Die Gläubigen hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten. Alle wurden von Furcht ergriffen; und durch die Apostel geschahen viele Wunder und Zeichen. Und alle, die glaubten, waren an demselben Ort und hatten alles gemeinsam. Sie verkauften Hab und Gut und teilten davon allen zu, jedem so viel, wie er nötig hatte. Tag für Tag verharrten sie einmütig im Tempel, brachen in ihren Häusern das Brot und hielten miteinander Mahl in Freude und Lauterkeit des Herzens. Sie lobten Gott und fanden Gunst beim ganzen Volk. Und der Herr fügte täglich ihrer Gemeinschaft die hinzu, die gerettet werden sollten.

 

Lied: GL 331 Ist das der Leib...

 

ZUM EVANGELIUM: Die Nachricht „Jesus lebt!“ stieß bei Außenstehenden, aber auch bei den Jüngern selbst auf Zweifel. Thomas hatte seine Fragen. Und Jesus hat ihn ernst genommen, er hat den Zweifler im Kreis der Jünger gesucht und gefunden. Er hat ihm geholfen, aber das Wagnis des Glaubens hat er dem Jünger nicht abgenommen. (Schott Messbuch)

 

Evangelium Joh 20, 19–31

 

Halleluja. Halleluja.

Das ist der Tag, den der Herr gemacht hat;

Lasst uns jubeln und uns an ihm freuen!

Halleluja.

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

 

Am Abend dieses ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten. Thomas, der Dídymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er entgegnete ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht. Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei. Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch! Dann sagte er zu Thomas: Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände!

Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du.

Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. Noch viele andere Zeichen hat Jesus vor den Augen seiner Jünger getan, die in diesem Buch nicht aufgeschrieben sind. Diese aber sind aufgeschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.

 

Stille und Besinnung

Wenn Jesus seinen Jüngern erscheint, begrüßt er sie und wünscht ihnen den Frieden. Was gibt mir das Gefühl von Frieden?

Thomas kann nicht glauben, dass der Herr auferstanden ist. Wo sind meine Zweifel?

Der Herr lässt den Thomas seine Wunden berühren. Was hilft mir, meinen Glauben handfest zu begreifen?

 

Glaubensbekenntnis

 

Fürbittengebet:

Allmächtiger, ewiger Gott,
von Dir empfängt das ganze Universum Energie, Existenz und Leben;
wir kommen zu Dir und bitten um Dein Erbarmen,
weil wir heute die Zerbrechlichkeit der Menschheit
in der Erfahrung einer neuen Virusepidemie spüren.
Wir glauben, dass Du den Lauf der menschlichen Geschichte lenkst
und dass Deine Liebe unser Schicksal in der Not zum Besseren wenden kann.
Deswegen vertrauen wir Dir die Kranken und ihre Familien an:
Schenke Ihnen durch das Ostergeheimnis Deines Sohnes
Heil und gib Heilung ihrem Leib und ihrem Geist.
Hilf jedem Mitglied der Gesellschaft, seine Pflicht zu erfüllen,
und stärke den Geist der gegenseitigen Solidarität.
Stehe Ärzten und Pflegekräften, Erzieherinnen und Sozialarbeitern
in der Erfüllung ihres Dienstes bei.

Du, der Du unser Trost in der Schwachheit bist,
wende auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria
und aller heiligen Ärzte und Krankenpfleger jedes Übel von uns ab.

Befreie uns von der Epidemie, die uns gerade plagt,
damit wir gelassen zu unserem alltäglichen Leben zurückkehren
und Dich mit erneuertem Herzen loben und Dir danken können.
Dir vertrauen wir uns an,
zu Dir erheben wir auf die Fürsprache Mariens, der Helferin der Menschen,
unsere Bitte durch Christus unseren Herrn. Amen.

 

Vater unser…

 

Mit Dir will ich aufstehen!

Jesus Christus

Mit Dir will ich aufstehen

gegen Not und Tod

gegen Folter und Leiden

gegen Armut und Elend

gegen Hass und Terror

gegen Zweifel und Resignation

gegen Unterdrückung und Zwang

Mit Dir will ich aufstehen

gegen alles, was das Leben hindert

Mit Dir will ich einstehen

für alles, was das Leben fördert

Sei Du mit mir

damit ich aufstehe mit Dir (Anton Rotzetter)

 

Schlussgebet und Segen

 

Herr und Gott, du begleitest uns und stärkst uns für das Leben in dieser Welt.

Schenke uns Freude und Hoffnung und bleibe bei uns mit deinem Segen. Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.

So segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Evtl. Marienlied: z.B. 533 Lasst und erfreuen herzlich sehr...

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