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Hausgottesdienst_3._Sonntag_der_Osterzeit.pdf

Pfarreiengemeinschaft 12 Apostel am Tor zum Spessart

 DRITTER SONNTAG IN DER OSTERZEIT IM LESEJAHR A

Ein Gottesdienstentwurf für Zuhause

(Die liturgischen Texte entstammen dem Messbuch bzw. dem Lektionar)

Eröffnungslied: 337,1+2 Freu dich erlöste Christenheit

Kreuzzeichen und Eröffnungsvers (Ps 66 (65),1–2 )

 

Jauchzt vor Gott, alle Menschen der Erde!
Spielt zum Ruhm seines Namens!
Verherrlicht ihn mit Lobpreis! Halleluja.

 

Einführung

Nichts ist wie gewohnt. Ausgangs- und Kontakteinschränkungen prägen schon seit Wochen unser Leben. Gerade in dieses eher düstere Bild der weitgehend ausgestorbenen Straßen, die nur zaghaft wieder mit Leben gefüllt werden, fällt das Osterfest. Kein anderes Fest bringt so viel Licht ins menschliche Dunkel. Jesus hat Leid und Tod überwunden, um uns zu einem neuen Leben, zu einem positiven Blick in die Zukunft zu befreien.

Besonders im Evangelium werden wir heute davon hören: Zwei Jünger können nach einer Zeit der Angst und Unsicherheit wieder in ein normales Leben zurückfinden. Jesus ist es, der den Blick in die Zukunft richtet, und neuen Mut zum Aufbruch gibt.

Begrüßen wir ihn nun hier in unserer Mitte.

 

Kyrie:

Herr, Jesus Christus, du bist von den Toten auferstanden.

(Herr, erbarme dich)

Durch dich wird die Liebe des Vaters in der Welt sichtbar.

(Christus erbarme dich)

Du zeigst auch uns den Weg zu neuem Leben.

(Herr, erbarme dich)

Mit der Auferstehung Jesu sind Leid und Tod besiegt. Voll Freude singen wir ihm unser Lob.

 

Gloria: GL 411, 1,3,4 Erde singe

 

Tagesgebet:

Allmächtiger Gott,lass die österliche Freude in uns fortdauern,
denn du hast deiner Kirche
neue Lebenskraft geschenkt
und die Würde unserer Gotteskindschaft
in neuem Glanz erstrahlen lassen.
Gib, dass wir den Tag der Auferstehung
voll Zuversicht erwarten
als einen Tag des Jubels und des Dankes.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

1. Lesung (Apg 2, 14.22b–33)

Zur 1. Lesung: Im Mittelpunkt der Rede des Petrus an Pfingsten steht die Aussage über den Tod Jesu und seine Auferstehung. Die Auferstehung ist durch Zeugen verbürgt, die Jesus gesehen haben; Petrus verweist außerdem auf den Psalm 16, den er auf Christus deutet. Dieser Psalm, zunächst das Gebet eines Menschen, der sein Leben bedroht sieht, ist durch das Christusereignis in seinem Vollsinn deutlich geworden: Gott gibt den, der ihm treu ist, nicht dem Tod preis. Seit der Auferstehung Jesu haben auch wir Hoffnung auf ewiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott.

 

Lesung aus der Apostelgeschichte.

Am Pfingsttag trat Petrus auf, zusammen mit den Elf; er erhob seine Stimme und begann zu reden: Ihr Juden und alle Bewohner von Jerusalem!Dies sollt ihr wissen, achtet auf meine Worte!Jesus, den Nazoräer, einen Mann, den Gott vor euch beglaubigt hat durch Machttaten, Wunder und Zeichen, die er durch ihn in eurer Mitte getan hat, wie ihr selbst wisst ihn, der nach Gottes beschlossenem Willen und Vorauswissen hingegeben wurde, habt ihr durch die Hand von Gesetzlosen ans Kreuz geschlagen und umgebracht.Gott aber hat ihn von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde. David nämlich sagt über ihn: Ich hatte den Herrn beständig vor Augen. Denn er steht mir zur Rechten, dass ich nicht wanke. Darum freute sich mein Herz und frohlockte meine Zunge und auch mein Leib wird in Hoffnung wohnen; denn du gibst meine Seele nicht der Unterwelt preis, noch lässt du deinen Frommen die Verwesung schauen.Du hast mir die Wege zum Leben gezeigt, du wirst mich erfüllen mit Freude vor deinem Angesicht.Brüder,ich darf freimütig zu euch über den Patriarchen David reden: Er starb und wurde begraben und sein Grabmal ist bei uns erhalten bis auf den heutigen Tag. Da er ein Prophet war und wusste, dass Gott ihm einen Eid geschworen hatte, einer von seinen Nachkommen werde auf seinem Thron sitzen, sagte er vorausschauend über die Auferstehung des Christus:Er gab ihn nicht der Unterwelt preis und sein Leib schaute die Verwesung nicht. Diesen Jesus hat Gott auferweckt,dafür sind wir alle Zeugen. Zur Rechten Gottes erhöht, hat er vom Vater den verheißenen Heiligen Geist empfangen und ihn ausgegossen,wie ihr seht und hört.

 

Lied: GL 329,1+2 Das ist der Tag , den Gott gemacht

 

2. Lesung (1 Petr 1, 17–21)

Zur 2. Lesung: Christlicher Osterglaube ist Glaube an den Gott, der Jesus von den Toten auferweckt hat (1 Petr 1, 21; Röm 4, 24). Gott hat sich als treuer und lebendiger Gott erwiesen; wir können ihm vertrauen. Wir können ihn, den Vater Jesu Christi, ehrfürchtig auch unseren Vater nennen.

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Petrus.

Schwestern und Brüder! Wenn ihr den als Vater anruft, der jeden ohne Ansehen der Person nach seinem Tun beurteilt, dann führt auch, solange ihr in der Fremde seid, ein Leben in Gottesfurcht! Ihr wisst, dass ihr aus eurer nichtigen, von den Vätern ererbten Lebensweise nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet, nicht um Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel. Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen. Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr an Gott glauben und auf ihn hoffen könnt.

 

Ruf vor dem Evangelium

 

Halleluja. Halleluja.

Brannte nicht unser Herz,
als der Herr unterwegs mit uns redete
und uns den Sinn der Schriften eröffnete?
Halleluja.

 

Zum Evangelium: Mit dem Tod Jesu war für die Jünger eine Welt voller Hoffnungen zusammengebrochen. Der Auferstandene selbst belehrt sie, dass alles so geschehen „musste“: so war es in den heiligen Schriften vorausgesagt. Den Jüngern brannte das Herz, als Jesus ihnen „den Sinn der Schriften erschloss“; aber erst beim Brotbrechen gingen ihnen die Augen auf. Als Zeugen des Auferstandenen kehrten sie nach Jerusalem zurück.

 

Evangelium

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

Am ersten Tag der Woche waren zwei von den Jüngern Jesu auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah: Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kléopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah: Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach.

 

 

Stille und Besinnung

 

Vieles überlagert bei den Emmaus-Jüngern den Blick für die Gegenwart und Zukunft. Was schränkt meinen Blick für das Gegenwärtige und Zukünftige in meinem Leben ein

Jesus begegnet den Jüngern als zuhörenden, tröstenden Begleiter, der ihnen wieder neue Lebenshoffnung schenkt. Mit wem kann ich meine Sorgen und Ängste teilen? Für wen war ich schon ein tröstender und zuhörender Begleiter?

 

Die Jünger erkennen Jesus bei etwas ganz alltäglichem: Beim gemeinsamen Essen. Wo entdecke ich Jesus Christus in meinem täglichen Leben?

 

oder: GL 325 Bleib bei uns, Herr

 

Glaubensbekenntnis

 

Fürbittengebet:

Herr, Jesus Christus, auch in diesen schwierigen Zeiten feiern wir deine Auferstehung. Sie bringt Licht und Zuversicht in Angst und Zweifel. Voll Vertrauen bitten wir dich für alle Menschen in diesem Land und weltweit: Geh du mit ihnen.

A: Geh du mit ihnen.

 

Für alle, die sich nach wie vor für die Bekämpfung des Corona-Virus einsetzen

A: Geh du mit ihnen.

 

Für alle, die derzeit unter Existenzängsten leiden und nicht wissen, wie es beruflich und familiär weiter gehen soll.

A: Geh du mit ihnen.

 

Für die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Jahr unter erschwerten Bedingungen ihren Schulabschluss machen müssen und für alle, die auf der Suche nach einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz sind.

A: Geh du mit ihnen.

 

Für die Kommunionkinder, die sich freudig auf ihr großes Fest vorbereiten, aber aus gegebenem Grund noch einige Zeit darauf warten müssen, dir in Brot und Wein begegnen zu können.

A: Geh du mit ihnen.

 

Für unsere verstorbenen Familienangehörige und Freunde, für alle, die an Corona verstorben sind und für alle, die den Verlust eines lieben Menschen zu betrauern haben.

A: Geh du mit ihnen.

 

Gott, erhöre unsere Bitten durch Christus, unseren auferstandenen Bruder und Herrn. Amen.

 

Vater unser…

 

Schlussgebet und Segen

Ewiger Gott, du hast uns durch die Ostergeheimnisse erneuert. Wende dich uns voll Güte zu Und bleibe bei uns mit deiner Huld, bis wir mit verklärtem Leib zum unvergänglichen Leben auferstehen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Gott des Lebens, strahle leuchtend auf über uns.

Lass uns das Feuer deiner Liebe spüren
und Wärme unsere Herzen,
damit wir deine unendliche Liebe und Güte erkennen.
Lass uns aufstehen,
wenn Leid unser Leben lähmt -
und lass uns deine Stimme hören, wenn du uns ansprichst.*
So segne uns, du dreifaltiger Gott, du Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Amen.

 

Evtl. Marienlied: z.B. 533 Lasst und erfreuen herzlich sehr…

 

 

* (Segensgebet nach unbekanntem Verfasser, leicht abgewandelt)

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