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Eine ungewöhnliche Aktion! Der Pfarrgottesdienst am vergangenen Sonntag fand mitten im Dorf vor dem Schützenhaus statt.

Das Familiengottesdienstteam brachte die Kirche unter die Menschen und lud mit Flugblättern ein zur gemeinsamen Feier und einem anschließenden Beisammensein. Noch eine halbe Stunde vor Beginn hingen dunklen Wolken bedrohlich über dem Platz und luden immer wieder Regen ab. Dann aber riss der Himmel auf und die Sonne lockte zusätzlich viele Besucher jeden Alters zu dieser besonderen Feier. Die Firmlinge der Gemeinde gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Texte, Impulse und Gebete waren rund um das Thema „Was gibt mir Heimat“ gestaltet. Die Besucher äußerten sich selbst, was ihnen der Begriff „Heimat“ bedeutet. Pfarrer Johannsen stellte heraus, dass auch das Dorf Sackenbach im Wandel ist. Der Ort, wo die Gemeinde heute Gottesdienst feiert, war vor einigen Jahrzehnten noch frei Wiese. Heute ist er Mittelpunkt eines Wohngebietes. Viele Menschen sind nach Sackenbach gekommen aus beruflichen oder privaten Gründen. Sackenbacher haben ihre Heimat verlassen, um im Ausland zu studieren oder anderswo ein Ausbildung zu machen. Was ist dann Heimat, wenn alles im Umbruch ist? Kirche, Elternhaus, Vereine? Pfarrer Johannsen betonte, dass Heimat nicht ein Ghetto sein kann, in das man sich einsperrt bzw. andere aussperrt, weil man sie als Bedrohung empfindet. Als Familie Gottes sind Christen überall zuhause. Wichtig, so der Geistliche, ist die Offenheit, andere einzulassen in das Leben, so wie es Jesus mit den Jüngern des Johannes getan hat, die ihm folgten und denen er auf die Frage „Wo wohnst du?“ antwortet: „Kommt und seht!“

Im Anschluss blieben die Besucher zusammen und teilten miteinander, was jeder zum Essen mitgebracht hatte.

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