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Predigt 6. Sonntag im Jahreskreis B

Gestern waren meine Sorgen noch ganz weit weg“

(Pfarrer Sven Johannsen - Fastnacht 2021)

Fastnacht_2021.pdf

 

Yesterday
All my troubles seemed so far away
Now it looks as though they're here to stay
Oh, I believe in yesterday“

 

Erinnern Sie sich noch?

1965 haben die Beatles mit dem Song „Yesterday“ einen ihrer großen Erfolge geliefert und einen Hit geschaffen für alle, die immer schon überzeugt waren, dass „früher alles besser war“. Gestern, also in der Vergangenheit, die das langsam abstumpfende Kurzzeitgedächtnis immer mehr verklärt, da waren alle Sorgen weit. Heute dagegen scheint es, als wollten sie nie mehr gehen. Man fühlt sich gefangen wie in einer Endlosschleife.

Wer von uns würde wohl dem sehnsüchtigen Seufzen des liebeskranken Pilzkopfes nicht zustimmen „I believe in Yesterday“ – Ja, früher, gestern, also vor einem Jahr, da war einfach alles besser

Die Welt ist Fastnacht geworden

Gestern noch waren Mutanten echsenartige, Reptiloiden aus US-Horrorfilmen, die in einem dramatischen Finale von Arnold Schwarzenegger über den Haufen geschossen wurden.

Verschwörungstheoretiker wurde man nach dem vierten Bier am Stammtisch, wenn man lallend immer wieder insistierte „Ich habe das in der Bild-Zeitung“ gelesen.

 

Heute sperren wir die Grenzen nach Tschechien und Tirol zu, weil Virologen warnen, dass die Mutanten vor der Tür stehen.

Verschwörungstheoretiker setzen sich schon längst keine Aluhüte mehr auf und verstecken sich unter selbstgebauten Pyramiden, sondern kommen als gehörnte Wikinger und stürmen den Deutschen Reichstag oder „besuchen“ das Capitol in Washington.

 

Gestern noch war an Aschermittwoch Schluss mit der Maskerade und die Narren legten sie traurig in den Schrank zurück.

Heute tragen nur Narren keine Masken mehr und jeder, der im Gottesdienst die Maske auch nur zum Nasenputzen runternimmt, erntet vom Pfarrer einen strengen Blick.

 

Gestern noch war Home-Office die verschwurbelte Umschreibung für Gartenarbeit und Schneeschieben.

Heute ist es die süßeste Versuchung, dauerhaft die Jogginghose zur zweiten Haut werden zu lassen und sich eine Kollektion Hauspantoffeln mit den lustigsten Tiergesichtern anzulegen.

 

Gestern noch gingen an einem normalen Montag um 7.30 Uhr die Kinder in die KiTa oder Schule und der Mann / die Frau in die Arbeit, was für die Partnerschaft durchaus auch zuträglich war.

Heute sitzen alle 24 Stunden sieben Tage lang aufeinander und man / frau wundert sich, warum er / sie gedankenverloren auf Google das Pilzrezept aus dem gestrigen Tatort sucht. Übrigens hat der Bote vom Bundestag einmal gesagt: „Es gibt zwei wichtige Gründe Lehrer zu werden: Juli und August.“ Aber das waren ja auch noch Zeiten, als viele Eltern vier Kinder hatten. Heute haben ja viele Kinder oft vier Eltern.

 

Gestern noch war Winter die klimatische Einstimmung auf den Sommer an der Adria.

Heute ist es der Moment, wo man das Bier aus dem Keller holt und es in den Kühlschrank stellt zum Auftauen.

 

Und Gestern noch haben wir uns bemüht, alle Berufsbezeichnungen auch so zu formulieren, dass sich Frauen nicht ausgeschlossen fühlen.

Heute weiß man gar nicht mehr, wie man überhaupt etwas richtig sagen soll. Gehen Sie mal in den Zoo und erzählen dem nächsten Pinguin, dass Sie im Sommer in den Urlaub fliegen. Der hält „fliegen“ wahrscheinlich für das reaktionäre, diskiminierende und genderfeindliche Gerede eines alten, weißen Albatros.

 

Corona macht die Welt verrückt. Man meint im Augenblick, dass der Elferrat in Berlin, Washington, Paris, Moskau, Peking, London verteilt ist und in Brüssel mit Frau von der Leyen die Fastnachtspräsidentin sitzt.

Yesterday
All my troubles seemed so far away
Now it looks as though they're here to stay
Oh, I believe in yesterday“

 

Wir haben Angst und unsere Rettung ist Klopapier

Gestern noch haben wir unseren Einkaufswagen durch den Supermarkt geschoben, kurz überlegt, ob wir noch was brauchen und sind dann beruhigt heimgegangen im Wissen, wenn wir was vergessen haben, dann wird der nette Marktleiter alles in großen Vorratslagern für uns bereithalten. Heute schauen wir zehn Minuten nach Ladenöffnung ängstlich in die Regale und suchen nach den wichtigsten Artikeln, die wir zum Überleben brauchen.

Es ist verräterisch, was 2020 nach Ausbruch von Corona die Menschen in den verschiedenen Ländern gehortet haben.

 

Die Bulgaren rannten auf die Märkte, um Zitrusfrüchte aufzukaufen

Italiener und Franzosen füllten den Weinkeller auf. Um 18.00 Uhr musste man zuhause sein. Die Amerikaner dagegen füllten den Waffenschrank. Die Wahlen standen ja an.

In der Türkei wurde ernsthaft „Kölnisch Wasser“ knapp, nachdem der Präsident es als Ersatz für fehlendes Desinfektionsmittel angepriesen hatte.

Die Holländer stockten nach Schließung der Coffeeshops die privaten Marihuana-Vorräte auf

 

Und was haben die Deutschen gehamstert?

Sie wissen es noch: Drei Artikel in den Supermärkten machten eine steile Karriere als Inbegriff deutsche Sehnsucht:

Nudeln, Fertiggerichte und ja… Klopapier!

Fertiggerichte und Nudeln kann ich ja noch verstehen. Das erste zeugt von der leider schwindenden Fähigkeit der Deutschen, selbst zu kochen, und der Angst vor dem Verhungern.

Die Nudeln stehen für den modernen Teutonen schlechthin: seine Heimatverbundenheit und seine Sehnsucht nach „dolce vita“ südlich der Alpen. Hausgemachte Pasta aus Franken lassen mich das Urlaubsfeeling auf der eigenen Terrasse erleben. Ich sitze im fränkischen Steingarten und glaube am Ufer des Gardasees meine „pasta all'amatriciana“ zu genießen.

Aber warum Klopapier?

Es gibt einen ziemlich logischen Grund:

Einer erzählt dem Nachbarn, dass im Supermarkt das Klopapier knapp wird und dann wird es auch knapp. Klopapier ist zeitweise wie Schampus gehandelt worden, und zwar nicht wie Rotkäppchen-Sekt, sondern wie französische Edelware. Im Januar dann war plötzlich die FFP2 Maske das neue Klopapier, teuer und nicht mehr zu bekommen.

 

Aber sicher gab es noch einen tiefer liegenden Grund: Die pure Angst.

Ein Leben ohne Klopapier – ist das wirklich vorstellbar?

Für Franzosen schon, die haben Bidets.

Aber für uns Deutsche beschwört die Frage „Sein oder Nichtsein“ von Klopapier Urängste herauf.

Die Sorge vor schlechten Zeiten: Heute schon nachgezählt? 25 Rollen noch in der Kammer? Gut! Aber „noch“ oder „nur noch“? Kann ich mich beruhigt zurücklehnen oder muss ich mich bald aufmachen und nachkaufen?

Die Angst, in meiner Gutmütigkeit ausgenutzt zu werden und auf der Strecke zu bleiben. Die Gier nach Klopapier hat die Hoffnung ernüchtert, dass die Deutschen nach Corona solidarischer sein würden. Wenn’s um Wesentliche geht, ist die Freundschaft doch bald am Ende. Spätestens am Klopapier-Regal werden Nachbarn zu Konkurrenten. Es ist zu befürchten, dass auch nach Corona für den menschlichen Zusammenhalt in Deutschland gelten wird: „Gemeinsam sind wir stärker, zusammen aber unerträglich.“

Und schließlich ist da unsere Sehnsucht nach Perfektion und weißer Weste. Wer räumt den Mist weg, den wir angerichtet haben? Und wer gibt uns das Gefühl, dass alles wieder gut ist, wenn wir mal Mist gebaut haben? Die Klopapier-Hamsterorgien zeigen auch unsere menschliche Erlösungsbedürftigkeit. Am Stand für Hygiene-Artikel beginnt die Reinigung der Herzen, nicht nur anderer Körperteile.

Und vielleicht ist es doch auch ein Eingeständnis menschlicher Schwäche in einer Zeit, in der man von uns verlangt, immer die Starken zu sein. Es gehört zu unserem Menschsein, dass wir uns manchmal auch vor Angst fast in die Hose machen.

Yesterday
All my troubles seemed so far away
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Oh, I believe in yesterday“

 

Politik in Krisenzeit

Gestern noch waren Ausgangssperren Markenzeichen diktatorischer Systeme wie der Türkei, China oder Russland. Heute schauen die Machthaber am Bosporus, Tian’anmen-Platz und im Kreml neidisch auf den Märchenkönig von Bayern. Was Eltern von sog. „Pubertieren“ nicht bei ihrem Nachwuchs gelingt, dass schafft Söder mit einem Erlass und schickt uns alle wieder brav um 21.00 Uhr nach Hause.

Es ist sicher nicht einfach, in dieser Zeit Politiker zu sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es ist aber auch nicht einfach, Bürger zu sein in einer Zeit, in der Politiker nach dem Prinzip handeln: Gestern waren wir noch unentschlossen, doch heute sind wir uns gar nicht mehr so sicher.

Voran geht da mit bewundernswerter Konsequenz unsere Bundeskanzlerin, die wahrscheinlich unsere Schulkinder noch bis zum Erreichen der Volljährigkeit in den Digitalunterricht schicken würde. Ich bewundere sie für ihren Weitblick. Aber verwundert hat mich ihre Bekenntnistreue. Das habe ich nie als ihre wesentliche Eigenschaft gesehen.

Aber kürzlich hat sie sich in einem Fernsehinterview zu ihrer Sicht auf die Politik in Corona-Zeiten geäußert. Und ebendort hat sich die Bundeskanzlerin dazu bekannt, wie egal ihr all die üblichen Nörgler, Lamentierer und Besserwisser sind. In durchaus kühner Interpretation des Geschehens ließ sie das Publikum wissen, es sei "im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen" bei Europas Versorgung mit dem Corona-Impfstoff. Aber zu einem echten und damit wirklich edlen Bekenntnis gehört eben auch die Kühnheit, sich vielen und gefährlichen Feinden (oder in diesem Fall Fakten) entgegenzustellen: Hier stehe ich und kann nicht anders, wie schon Martin Luther es vor genau fünfhundert Jahren auf dem Reichstag vor Worms vor Kaiser Karl V und allen Mächtigen des Reiches bekannte.

 

Die Stadt Lohr geht ja bekanntlich bei Schutzmaßnahmen einen ganz eigenen Weg.

Die Stadtverwaltung hat den Weg der Selbstisolation und dauerhaften freiwilligen Quarantäne gewählt. Sie sperrt niemanden ein, sondern alle Besucher aus. Vielleicht hat man dort nur etwas falsch verstanden und sorgt sich in diesen Corona-Zeiten vor allem vor einem Virusbefall der Computer durch Bürger, die mit ihren Anträgen den Amtsschimmel überfordern.
Es ist zur Zeit jedenfalls leichter aus dem berüchtigten US-Knast Alcatraz herauszukommen als in das Rathaus von Lohr hineinzukommen.

Wie hat der Bundesgesundheitsminister geweissagt: „Wir werden einander viel vergeben müssen“ Wahrscheinlich noch mehr für das, was nicht getan wurde, als für das, was getan wurde.

Yesterday
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Jesus überschreitet die Grenzen

Gestern noch war das heutige Evangelium eine erbauliche Wundergeschichte, die Kranken und Gesunden Mut machen konnte. Heute ist das Evangelium fast schon eine subversive Aufforderung zum Widerstand gegen alle Regeln.

Allein fünf Verstöße gegen die 11. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung kann man auf den ersten Blick erkennen.

Das Verlassen der Wohnung durch eine infizierte Person trotz verordneter Quarantäne. Lesen sie mal was am Pfarrbüro aushängt: Infizierte kommen hier nicht herein. „Heilungswunder im Augenblick nur durch Fern-Gebete“

Fast schon notorisch bei diesem Wanderprediger: Keine Maske vor dem Gesicht trotz Kontakt mit Kranken und Risikogruppen.

Aufenthalt im öffentlichen Raum mit mehr als einer erlaubten Kontaktperson

Nichteinhalten des Mindestabstands

Abhalten einer öffentlichen Veranstaltung ohne die Vorlage eines Hygienekonzepts

Da kommen leicht mal einige Tausend Euro Bußgeld zusammen.

Man muss schon überlegen, ob man mit dem Verlesen des heutigen Evangeliums sich nicht zum Verschwörungstheoretiker macht. Aber ich habe ja keinen Alu-Hut auf, also können Sie unbesorgt sein.

War von Ihnen schon jemand in Quarantäne? Das gehört heute ja dazu wie einmal die erste heimlich gerauchte Zigarette hinter der nächsten Hecke-

Ich kann mir vorstellen, dass es eine ziemlich langweilige Erfahrung ist: 14 Tage in der eigenen Wohnung, keine Kontakte, Generalverdacht und schräge Blicke von den Nachbarn.

Wenn Sie sich das vorstellen können, dann multiplizieren Sie die zwei Wochen mit dem Rest ihres Lebens, dann sind Sie ganz gut bei dem angekommen, was der Mensch im heutigen Evangelium durchmacht. Er ist unrein, das heißt er hat Aussatz, uns besser bekannt als Lepra. Die Krankheit gibt es bis heute noch in einigen Ländern Afrikas.

Er vertraut ganz auf Jesus, ergreift von sich aus die Initiative und spricht ihn an. Seine Worte sind zugleich eine Vertrauenserklärung und eine Aufforderung: „Ich weiß, dass du es kannst; ich hoffe aber auch, dass du es willst.“ Und Jesus nimmt die Herausforderung an. Er gibt ihm nicht nur die Gesundheit des Körpers wieder, sondern öffnet ihm die Tür aus dem Gefängnis der sozialen Isolation, in die ihn die Gesellschaft aufgrund seiner Krankheit gesperrt hat. Im Buch Levitikus wird angeordnet, dass der Aussätzige sich äußerlich kenntlich machen muss, in einem Lager außerhalb des Dorfes leben und wenn er Menschen begegnet rufen muss: „Unrein, unrein.“ Die Krankheit wird zum Stigma, das isoliert und Schuld zuschreibt.

Und wie geht unsere Gesellschaft mit der Erfahrung der Krankheit um?

Wir haben ja vielfach die Hoffnung gehört, dass uns diese Zeit zur Besinnung bringt, also so eine Art Nachspiel zur Verlängerung der Fastenzeit 2020, und einen neuen Geist der Menschlichkeit, Nächstenliebe und Solidarität weckt.

Das bleibt eine schöne Hoffnung.

Wohl eher müssen wir vermuten, dass der römische Schriftsteller Tacitus Recht hatte, der schon vor 1900 Jahren schrieb: „Der Germane bleibt hartnäckig, auch im Schlechten.“

 

Aber unsere Bischöfe mahnen ja ein wärmeres Klima in unserer Gesellschaft an. Obwohl, so recht mag man deutsche Bischöfe, „Wärme“ und „Brüderlichkeit“ nicht in einem Atemzug nennen wollen, ohne kräftig zu schlucken. Ganz egal ob in Rom, in Köln oder auch in Würzburg.

Der Reformprozess in unserem Bistum ist nicht unbedingt geprägt von einem vertrauensvollen Klima, in dem sich jeder aufgehoben fühlt.

Natürlich bin ich überzeugt, dass man von Würzburg alles erbitten könnte. Da Problem ist nur, dass sie selber nichts haben.

Für manche Pfarrer ist die Berufung des neuen Generalvikars durch unseren Bischof die gefährlichste Verbindung seit Nitro und Glyzerin. Die Gemeinden wissen nicht, was die Zukunft bringen soll. Monat für Monat hören wir neue Strategien für die Rettung der katholischen Kirche in Unterfranken, so dass wir schon mal den Überblick verlieren, auf welchen Lokalmessias aus dem Ordinariat wir gerade unsere Hoffnung setzen dürfen. Die ändern ihre Pläne noch schneller als die Ministerpräsidenten ihre Meinung nach Gesprächen mit der Kanzlerin, und denen ist schon nur ein Mindesthaltbarkeit von Frischfleisch eigen.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bangen um ihren Arbeitsplatz. Die Pfarrer fragen sich, ob sie jetzt nur noch Konkursverwalter für Filialen sind, die die Konzernleitung in Würzburg abstoßen will, aber Würzburg feiert sich für sein Erfolge, getreu dem Motto: „Wir haben in 18 Monaten mehr erreicht als die anderen Diözesen in einem ganzen Jahr“

Viele Mitarbeiter machen mit den Vertretern des Bischöflichen Ordinariates die immer gleiche Erfahrung: Sie stellen sich sofort hinter dich, wenn du von vorne angegriffen wirst.

Manchmal hat man als Pfarrer den Wunsch, dass sich die Bischöfe und ihre Mitarbeiter doch an ein altes arabisches Sprichwort halten würden: „Wenn du redest, muss dein Reden besser sein, als dein Schweigen es gewesen wäre.“ Da wäre uns viel erspart geblieben.

 

Yesterday
All my troubles seemed so far away
Now it looks as though they're here to stay
Oh, I believe in yesterday“

 

Gestern noch zur Fastnacht 2020 hat der Pfarrer wenigstens eine ordentliche Büttenpredigt gehalten. Da wusste man, woran man war, und konnte sich seinen Reim drauf machen. Heute weiß man nicht so genau, ob das alles ernst oder ironisch gemeint war. Irgendwie hat es für mich in diesem Jahr nicht gepasst, in gewohnter Form zu reimen. Aber Fastnacht ist ja trotzdem. Also heißt es auch, Kompromisse einzugehen. Ich gebe zu, dass man heute nicht alles so ernst nehmen darf. Ich habe hohen Respekt vor dem, was unsere Politiker leisten müssen und sehe auch die große Gefahr, in der wir immer noch stehen. Und dennoch glaube ich, dass wir nicht nur voller Angst durch diese Zeit kommen, sondern nur mit Lebensfreude und Lebensmut. Das kann auch mal ohne Faschingszug und Prunksitzungen gehen, aber nie ohne Hoffnung. Vielleicht reicht auch schon die kleine Hoffnung, dass wir in einem Jahr uns nicht mehr erinnern müssen: „Yesterday – all my troubles seemd so far away. So I believe in Yesterday.“ Amen.

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