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Die Lohrer Karfreitagsprozession als Stationenweg hat begonnen

THW hilft beim Transport der Figuren

„So sind die Figuren noch nie durch Lohr transportiert worden“, fasste Stadtpfarrer Sven Johannsen die ungewöhnliche Aktion zu Beginn der Karwoche zusammen. Helfer aus der Pfarrei, Obleute der Stationen und Mitglieder des THW Ortsverband Lohr haben am Samstag vor Palmsonntag die 13 Stationen der Lohrer Karfreitagsprozession aus der Kapuzinerkirche in verschiedene Kirchen und öffentliche Gebäude in der Innenstadt und den Stadtteilen Lohrs gebracht. Zum Einzug kam dabei der neue LKW mit Ladebordwand des THW. Erst seit dem letzten Jahr im Einsatz konnte der „Lastesel“ des Lohrer THWs zeigen, wie flexibel er eingesetzt werden kann. Es war Millimeterarbeit, die mehr als lebenshohen Figuren im Laderaum gut und sicher zu verstauen. Aber Karl-Herrmann Hummel und seine Kollegen hatte alles perfekt im Griff. Von der Kapuzinerkirche aus wurden die Stationen dann in die evangelische Auferstehungskirche, ins Seniorenzentrum St. Martin und in die Kirchen in Wombach, Sendelbach, Sackenbach und Lindig gebracht. Gleichzeitig trugen Helfer der Pfarrei unter Führung des Kirchenpflegers, Christian Maier, die Stationen, die ihre Aufstellung in der Innenstadt finden sollten, durch die Fußgängerzone. Viele Lohrer, die bereits zum Einkaufen auf den Wochenmarkt kamen, staunten nicht schlecht über die „ungewöhnliche“ Karfreitagsprozession. Bereits am Vorabend hatte die Vertreter der Bauhauptgewerbes das „Heilige Kreuz“ und das „Zeichen des Jona“ in der Stadtpfarrkirche aufgestellt. Pfarrer Johannsen freute sich über die gelungene Organisation und den reibungslosen Ablauf. Bereits am Palmsonntag waren viele Lohrer und Besucher aus der ganzen Region Untermain unterwegs, um die Figuren zu besuchen. In diesem Jahr kann die Karfreitagsprozession in der bekannten Form bereits zum zweiten Mal nicht stattfinden. In Absprache mit dem Förderverein Karfreitagsprozession entwickelte die Stadtpfarrei St. Michael deshalb die Idee zu einem Stationenweg. In seiner Predigt am Palmsonntag deutete der Stadtpfarrer den Weg zu den Figuren, die jetzt auf die Besucher warten und nicht wie sonst in wenigen Minuten an ihnen vorbeigetragen werden, als Möglichkeit, auch sich selbst in den Botschaften der einzelnen Stationen wiederzufinden. Mit finanzieller Hilfe des Förderkreises konnte für den Stationenweg ein Begleitheft erstellt werden, das die geistliche Botschaft ins heute überträgt. Abschluss ist am Karfreitag mit einer Feier um 18.00 Uhr auf dem Kirchplatz in Lohr.

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