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Liebe Schwestern und Brüder

23._Wasser_in_der_Wüste.pdf

Trotz anhaltenden Regens machten sich rund 25 Teilnehmer auf zur diesjährigen Radtour. Ziel war das Kloster Schönau.

Zu Beginn der Sommerferien brachen die Lohrer Ministranten zur ihrer Radtour nach Gemünden auf. 

Nach vier Jahren Ausbildung als Pastoralassistentin wurde Frau Agnes Donhauser von Weihbischof Ulrich Boom als Pastoralreferentin ausgesendet. Damit endet ihre Zeit in unseren Gemeinden. Ab 1. September wird sie in der Pfarreiengemeinschaft Hofheim tätig sein.

Predigt Rochus 2021 „Wir haben noch Hoffnung“

Pfarrer Sven Johannsen, Lohr

Rochus_2021.pdf

Predigt 15. August 2021

Mariä Himmelfahrt“ oder „Aufnahme Mariens in den Himmel“

Sven Johannsen, Pfarrer (Lohr)

2021_Himmelfahrt_oder_Aufnahme.pdf

Steh auf und iss, sonst ist der Weg zu weit für dich“

19_Steh_auf_und_iss.pdf

„Schön, dass ihr da seid!“ - Begrüßung der neuen Ministrantinnen in Steinbach

Mehr als 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnte Pfarrer Johannsen zur zweiten Wallfahrt auf die Sohlhöhe am vergangenen Samstag, 31.7.2021, begrüßen. Wie im letzten Jahr brachen die Teilnehmer aus den verschiedenen Orten der PG allein oder in kleinen Gruppen auf. Unterwegs begleitete sie ein Impulsheft mit Gedanken zu den Themen „Aufbrechen“, „Unterwegssein“ und „Ankommen“. Gemeinsam feierten die Wallfahrer dann einen stimmungsvollen Gottesdienst am Kreuz vor dem Oberbecken. Der Weg stand unter dem Leitwort aus dem Buch Josua „Habe keine Angst und fürchte dich nicht. Ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst“ (Jos 1,9). In den Gedanken und Ansprachen vertieften die Gottesdienstbesucher Fragen rund um den eigenen Lebensweg „Wo ist in meinem Leben ein Aufbruch nötig?“, „mit wem bin ich auf dem Weg?“, „wohin geht mein Weg?“. Die Lesung aus dem Buch Tobit griff die Erfahrung des Tobias auf, der auf seiner Reise von einem Engel Gottes begleitet wurde. Als Erinnerung erhielten alle Mitfeiernden am Ende des Gottesdienstes einen Anhänger mit dem Bild eines Schutzengels. Musikalisch wurde der Gottesdienst von den Bläsern des Spielmannszuges der Kolpingsfamilie mitgestaltet. Die Kirchenverwaltung Sackenbach bot zum abschließenden Picknick Getränke an und versorgte nach Fußmarsch und Gottesdienst alle mit flüssigem „Pilgerbrot.“

Wenn die Erde erschöpft ist, hat der Himmel Ressourcen“

zu Ex 16,2-4.12-13 u. Joh Joh 6,24-35

18. Sonntag im Jahreskreis B

Erschöpfte_Erde_Brot_des_Himmels.pdf

 

Liebe Schwestern und Brüder

seit Donnerstag überziehen wir unser Konto.

Nein, Sie brauchen jetzt nicht entsetzt zum nächsten Konstoauszugdrucker laufen und nachschauen, ob jemand unberechtigt Geld von ihrem Girokonto geholt und Sie somit in Schulden gestürzt hat. Was Ihre private Finanzsituation anbelangt, dürfen Sie weiterhin beruhigt oder besorgt sein wie zuvor. Ich rede von der Menschheit als Ganzes.
Wahrscheinlich haben Sie es in den Nachrichten auch mitbekommen: Am Donnerstag, 29. Juli, erreichte die Menschheit den sog. Erdüberlastungstag, also den Moment, in dem alle Ressourcen der Erde, die sie für ein Jahr zur Verfügung stellt, aufgebraucht sind., d.h. die Menschheit hat dann so viel Natur verbraucht, wie alle Ökosysteme der Erde in diesem Jahr erneuern können. Ab Donnerstag übernutzen wir die Erde, missbrauchen sie und leben letztlich auf Pump.

Im letzten Jahr war dieser Tag noch Ende August. Bedingt durch die Corona-Pandemie und den wochenlangen Lockdown lag der Tag im letzten Jahren über einen Monat später. Jetzt sind wir wieder auf dem Niveau vor Corona. Wenn man die Berechnungen konkretisieren möchte, dann heißt das, dass die Menschheit bei ihrem Verbrauch von natürlichen Ressourcen eigentlich 1,7 Planten bräuchte. Würden alle Menschen so viel verbrauchen wie die Deutschen, dann müssten wir sogar 3 Erdplaneten bewohnen.

Wir leben zur Zeit auf Kredit bei unserem Planeten und werden es nie zurückzahlen. Es ist allen klar, dass das so nicht weitergehen kann. Wir deuten die Klimaveränderungen und die großen Unwetterkatastrophen als Folgen dieser missbräuchlichen Handelns durch den Menschen. Eigentlich wären wir jetzt in der Phase der Entbehrung und des Verzichts, aber das wird allgemein ausgeblendet. Wir werden aufgrund dieser Nachricht in den nächsten Monaten kaum wesentlich unser Verhalten verändern. Dennoch ist die Erde erschöpft. Sie hat nichts mehr zu geben. Was wir uns nehmen ist Ausbeutung, die das egoistische Motiv zum Hintergrund hat, dass wir nicht anders leben wollen als wir es gewohnt sind. Was wäre das für ein Leben, wenn wir plötzlich auf die Freiheit verzichten müssten, uns so zu bewegen und zu verreisen wie wir es wollen, das zu essen, was wir mögen, oder die Autos zu fahren, die uns gefallen, egal wie groß sie sind und wie viel Sprit sie verbrauchen. Verzicht und Einschränkung werden als Minderung der Lebensqualität wahrgenommen, weil für viele Zeitgenossen nur das Sichtbare und Nutzbare das Maß aller Dinge ist. Leben heißt Haben und Verbrauchen. Das lehrt uns schon die Werbung von Kindesbeinen an: Glücklich ist, wer nicht verzichtet und alles machen kann, was er will.

Da sind die Lesungen des heutigen Sonntags ein biblischer Gegenentwurf. Israel muss verzichten. Die Freiheit ist dem Volk nicht so viel wert wie die vollen Fleischtöpfe in Ägypten, die in der Realität kaum so überbordend waren, wie es jetzt im verklärten Rückblick und rebellischen Murren erscheinen mag. Man ist unzufrieden, weil es nicht reicht und man nicht alles machen kann, was man will. Diese Erfahrung hat sich in der Geschichte immer wiederholt. Denken wir nur an die Zeit nach der Wiedervereinigung, in der die „blühenden Landschaften, die von der Politik versprochen wurden, nicht so schnell genießbar waren wie es sich mancher vorgestellt hat. Sicheres Essen ist wichtiger als die Freiheit, so der Tenor der Beschwerde, die Mose heute abbekommt.

Gott versteht wohl, dass die Menschen auf ihrem Weg keine Wüstenmönche und Asketen sind, deshalb versorgt er sie mit Fleisch und Brot, dem berühmten Manna der Bibel. Es gibt ein interessantes Detail der Erzählung, das heute leider nicht angefügt ist: Gott lässt keinen Überschuss zu, so dass der Mensch horten kann. Es reicht immer gerade für den Tag. Alles, was die Menschen zurücklegen wollen, verdirbt sofort. Gott schafft den Menschen Freiraum von der alltäglichen Sorge um das Notwendigste, aber er lässt nicht zu, dass der Mensch in die neue Sorge um Gewinn und Besitz fällt.

Es gibt ein natürliches Vorbild für dieses Brot vom Himmel, das sog. Manna. Bis heute kann man auf der Sinai-Halbinsel an Tamarisken eine Substanz einsammeln, wohl eine Ausscheidung von zwei Schuppeninsekten, die wie Tropfen vom Baum fällt, von den Beduinen getrocknet wird und ähnlich wie Honig schmeckt. Nur in sechs Wochen von Juni an kann die Substanz gesammelt werden und übersteigt kaum den Ertrag von 600 Pfund in einem Jahr. (vgl. Plaut, Die Tora in jüdischer Auslegung II. Schemot 169).

Identisch sind diese Honigbrot auf dem Sinai und das Manna der Bibel nicht. Das natürliche Produkt ist eher selten und reicht nicht als Nahrungsgrundlage für eine größere Gruppe von Menschen aus. Es kann auch nur in einer begrenzten Zeit gesammelt werden und, anders als das biblische Manna, zeichnet es sich durch eine lange Haltbarkeit aus.
Die biblischen Autoren haben also nicht einfach nur ein natürliches Phänomen in religiösen Bildern als „Himmelsbrot“ beschrieben. Es geht ihnen wirklich darum, deutlich zu machen, dass Israel lernen muss, von der Gabe Gottes zu leben. Das Manna ist Geschenk Gottes, Zeichen seiner Fürsorge, nicht
menschlicher Herstellung. Für so eine Gabe gilt es dankbar zu sein und achtsam im Umgang, denn es besteht kein Anspruch darauf. Das muss Israel erst als Haltung einüben. Viel zu schnell sind die Väter und Mütter im Glauben aus Ägypten geflohen und müssen erst verstehen, dass Freiheit nicht heißt, unbegrenzt und unkontrolliert zu tun, was man will. Gott durchbricht die natürlich Ordnung der Natur in der Lesung, um Israel zurückzuführen zur ursprüngliche Beziehung zwischen dem Volk und seinem Gott. In diesem Bund verpflichtet sich Gott zur Fürsorge für sein Volk und die Menschen zur Treue seinem Herrn gegenüber, nicht nur durch Lippenbekenntnisse, sondern durch ein Leben, das zeigt, dass die Menschen sich nicht als Herrn über die Schöpfung und Ausbeuter der Gaben Gottes verstehen.

Wenn wir Jesus heute als das „Brot vom Himmel“ im Evangelium vorgestellt bekommen und ihn in der Liturgie so auch bekennen, dann kommt darin unsere Überzeugung zum Ausdruck, dass Leben nicht nur darin bestehen kann, dass unsere Mägen satt und unsere Häuser voll von allen möglichen Besitztümer sind. Es muss noch mehr geben, denn der Mensch hat Hunger nach Sinn, Hoffnung und Zukunft.

Wir nennen das Brot der Eucharistie, in der wir die bleibende Gegenwart Jesu verehren, das „Allerheiligste“, nicht weil wir eine magische Vorstellung haben, in der wir Gott in unseren Tabernakel sperren könnten, sondern weil für uns in diesem Brot des Abendmahlsaals sich alles sammelt, was wirklich den Hunger nach Leben stillt: Jesu Verkündigung, die den Menschen Vergebung, Gerechtigkeit, Frieden und v.a. die Hoffnung auf Leben in Fülle anbietet, seine Zuwendung zu den Kranken, den Menschen am Rande und auch zu uns in all unserer Mittelmäßigkeit. Eucharistie ist immer auch mit der Verantwortung für die Schöpfung verbunden. Wer Eucharistie feiert, entdeckt in den Gaben der Erde das Brot des Himmels, das uns frei macht von der Habgier, dem Neid und der Angst, nicht alles mitgenommen zu haben. So kann der Mensch, der sich selbst als Geschöpf weiß, im Vertrauen auf die Fürsorge Gottes die Schöpfung achten ohne sie auszunutzen und zu missbrauchen.

Sven Johannsen, Pfarrer

Predigt 17. Sonntag im Jahreskreis B

Was ist Solidarität?“

 17_Was_ist_Solidarität.pdf

Wallfahrt der PG 12 Apostel zum Ferienbeginn auf die Sohlhöhe

Am Samstag, 31.7.2021, lädt die PG 12 Apostel am Tor zum Spessart zur Wallfahrt auf die Sohlhöhe ein.

 

Zum Ferienbeginn kommen Wanderer und Rad

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