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Tagesimpuls 07.04.2020 Marie-Bernadette REichert

Ein Essen in vertrauter Runde. Aber anstelle eines schönen, gemütlichen Beisammenseins, ruft das Treffen Erschütterung, Verrat, Abschied und vor allem eine große Ahnungslosigkeit hervor. Die Jünger sind ratlos. Sie begreifen nicht, was eigentlich geschieht. Hören wir selbst:

Wenn ich auch noch so viele meiner Gebote aufschreibe, so werden sie doch geachtet wie eine fremde Lehre.“ (Hosea 8,12)

Der Prophet Hosea bringt wie kein anderer die Enttäuschung und den Frust Gottes über sein Volk zum Ausdruck. Er verwendet dazu drastische Bilder und Worte. Immer wieder beschreibt er, wie traurig und enttäuscht, ja zornig Gott über die Untreue und Abtrünnigkeit Israels ist. (Wie in der Tagesandacht vor 6 Tagen gesagt: Die Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel ist beispielhaft für uns: Wir sind nicht anders als das Volk Israel. Und Gott handelt nicht anders mit uns als mit Israel.)

In der heutigen Tageslosung spüren wir die Hilflosigkeit Gottes angesichts der Gottvergessenheit und Gottlosigkeit. Alle Wegweisungen und Gebote, die er gibt, bringen nichts, egal wie klar und verständlich sie lauten. Sie bleiben den Menschen fremd. Sie machen sich Gottes Willen nicht zu eigen. Es gibt eine andere Stelle beim Propheten Hosea, in der eine ähnliche Hilflosigkeit Gottes angesichts der harten und scheinbar unveränderbaren Herzen der Menschen ausgedrückt wird: „Was soll ich nur mit dir machen, Juda? Eure Liebe ist wie der Tau, der am Morgen bald vergeht.“ (Hos. 6,4)

Wird Gott hinschmeißen? Wie bei der Sintflut? Wie sieht Gott wohl heute die fast acht Milliarden Menschen auf der Erde? Was hält er von mir? Wird die derzeit erzwungene Ruhe bzw. „Wir bleiben daheim“ von uns genutzt, indem wir mehr nach Gott suchen, beten und sein Wort lesen? Oder wird sie durch mehr Fernsehkonsum und allerlei Beschäftigungen ausgefüllt? Wie soll Gott es denn schaffen, uns zu stellen, zu überzeugen, einsichtig zu machen, neu zu machen? „Sie wollen nicht einsehen, dass ich alle ihre Bosheit merke.“ (Hos. 7,2)

Es ist richtig, dass wir alles versuchen, die Corona-Ausbreitung einzudämmen. Es ist richtig, dass wir nach Heilmitteln forschen. Es ist auch richtig, dass es jetzt darauf
ankommt, dass wir füreinander und besonders für die Schwachen da sind. Aber all das hebt nicht die Frage nach dem Sinn des Ganzen auf. Und als Christen glauben wir sehr wohl, dass Gott die Geschichte lenkt und in allem und durch alles wirkt. So sehr Krankheiten und Leid nicht das sind, was Gott eigentlich will – in Seiner neuen Schöpfung wird es sie ja nicht mehr geben – so sehr gebraucht er doch das Leid, um uns zur Einsicht, zur Umkehr und zur Nachfolge Christi zu führen.

„Gott gedenkt ihrer Schuld und sucht ihre Sünden heim. Sie sollen wieder zurück nach Ägypten!“ (Hos. 8,13) Was war in Ägypten? Not! Abhängigkeit und harte Arbeit! Angst und Enge! Aber dann auch die Befreiung. Die Erfahrung der Barmherzigkeit. Die Gottesbegegnung. Das alte Wort „Heimsuchung“ bringt schön die Absicht Gottes zum Ausdruck: Es sind keine willkürlichen Strafen! Es sind keine Demütigungen eines bösen Gottes. Nein, Gott will um alles in der Welt, dass wir heimfinden zu ihm, dass wir in Ihm unsere Heimat und unser Zuhause haben. Dazu müssen wir zuerst erkennen, wie weit weg wir von ihm sind. Das Leben Jesu ist die größte und wirksamste Heimsuchung Gottes: Im Spiegel seiner Liebe erkennen wir unsere Bosheit. Durch die Hingabe seines Lebens am Kreuz schenkt Gott uns Vergebung und Versöhnung.

Dekan Till Roth

Tagesandacht_2020-04-06.pdf

Der Einzug Jesu in Jerusalem

Von Frank Elsesser

„God speaks in silence“ steht auf einem Poster, das in meinem Büro hängt. Regelmäßig bleibt der Blick meiner Besucher an diesem Poster hängen. So manch gutes Gespräch hat sich schon über diese Aussage ergeben.

Lichtträger

 Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. (Epheser 5,8-9)

Wer ist dieser Jesus?

Impuls von Agnes Donhauser

Aus dem Evangelium nach Matthäus (Mt 26,14-25)

Ich will mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.“ (Jesaja 65,19)

Die Messe vom Tag: www.youtube.com/watch?v=AZLplrx78IY

Von Katrin Fuchs, Jugendseelsorgerin MSP

 

Viele Nachrichten strömen auf mich ein. Stündlich neue Aussagen, neue Szenarien zum Verzweifeln. Eine Pandemie, der man nicht Herr wird. Weltwirtschaftskrise, Einsamkeit.

Da bleibt mir oft nur noch übrig zu sagen: „Herr höre mein Gebet!“ (V. 2)

Eine Szene, in der die Luft zum Schneiden ist. Eine Szene in den Evangelien, die viele von uns emotional sofort abholt. Es ist die Rede von der Szene im Tempel, in der Jesus wieder einmal in eine Falle gelockt werden soll, indem eine Frau vor ihn geschleift wird, damit sie abgeurteilt wird: die Ehebrecherin.

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“

 So heißt es im Bibelabschnitt aus dem Hebräerbrief, über den nach der Ordnung der Kirche heute zu sprechen ist.

Von Agnes Donhauser

Was soll man eigentlich noch glauben?“

Von Johannes Weismantel

Liebe Interessierte am Leben, Hier und Heute,

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