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Fastnacht 2022 - Predigt Kaplan Frank Elsesser

 

Faschingspredgt_2022_FE.pdf

Ihr Christen hier

von nah und fern,

ich grüße euch

zur Mess recht gern.

 

Wir haben zwar,

ihr wisst es schon,

mehr als eine

recht kritische Situation.

 

Kann man feiern

und Witze machen,

wenn die ganze Welt

hat so wenig zu lachen?

 

Wenn Menschen ringen

um ihre Heimat und ihr Leben

können wir da noch nach

Frohsinn und Freude streben?

 

Wenn Gläubige verlassen

die Kirche in Scharen,

können wir dennoch

mit Gott die Hoffnung wahren?

 

In unserer Heimat

gibt es viel Streit

wegen Impfen und Corona,

das ist ungelogen,

und die, die sich fühlen durch die Krise betrogen.

 

Betroffen zu sein ist als Christ

unsere Pflicht,

solidarisch und kritisch

und darauf erpicht,

dass alle nun leben in Demut und Frust

und schlagen sich selbst

vor Schuld an die Brust.

 

Gewiss ich bekenne, ich glaube daran,

dass jeder sehe zuerst seine

eigene Schuld an.

Doch was grade in der Welt

passiert, das wenigste

ist von uns impliziert.

 

Wir wollen Frieden, Ruhe und Freude

und gewiss ein Stück Glück,

nicht Kriege und Spaltung und

in die Zeit zurück,

wo es einst hieß:

Opfere dein Leben fürs Vaterland!“

doch in Wahrheit nur für Verbrecher,

die nicht mehr waren bei Verstand.

 

Dass ein russischer Tyrann

- ich sage es laut -

der sich selbstherrlich

Krieg zu führen traut;

- auch nicht besser ist

als die Kriegsverbrecher in früheren Zeiten.

Der lässt sich

auch nur leiten

von gewissenlosem Ehrgeiz

und Streben nach Macht.

Darüber habe ich folgenden Witz mitgebracht:

 

Putin schläft, denn es ist Nacht,

der Schlaf hat ihm einen

Traum von Stalin gebracht.

Putin möchte von Stalin hören

was er tun kann, um Russland zu alter Größe zu führen.

 

Stalin antwortet geschwind,

dass dazu drei Dinge nötig sind:

Alle Demokraten einsperren,

die Nachbarländer mit Krieg verheeren

und den Kreml blau streichen.“

Putin fragt entsetzt:

Den Kreml blau streichen?

Ich fühl mich verletzt,

ich habe ihn doch so prächtig in Szene gesetzt.“

 

Doch Stalin sagt während er lacht:

Ich wusste es ja, es ist schon gemacht;

Es war für mich ganz gewiss,

die erst zwei Aufgaben

sind für dich kein Hindernis.“

 

Der Witz ist schrecklich

ich weiss es genau.

 

Aber er zeigt uns auch genau -

der Mann im Kremel

ist nicht blau -

nur böse und versessen auf Macht.

So hat er Krieg und Leid von neuem

über unsere Welt gebracht.

 

Es ist falsch und das sage ich ehrlich,

wer Krieg mit Menschen spielt,

der ist brandgefährlich.

Es geht nicht um Sicherheit,

Freiheit der Menschen und andere Pracht,

es geht um Geld und Ansehen und Macht!

Davon träumt Putin in der Nacht.

 

Ein weiterer Witz verpackt als ein Traum.

Vielleicht kündet der uns von weniger Grauen.

 

Joe Biden, Olaf Scholz und Wladimir Putin

stehen vorm himmlischen Thron.

Und Gott spricht:

Sage mir Joe, mein Sohn,

woran glaubst du,

wenn du nun stehst vor meinem Thron.“

 

Der Präsident spricht geschwind:

Ich glaube Amerika ist dein liebstes Kind.

Ich glaube an den freien Handel, ein starkes Land,

dass jeder Mensch hat sein Glück in der Hand!“

Gott ist beeindruckt und zu Joe nun er spricht:

"Komm sitz mir zur Rechten und wanke nicht!"

 

Darauf wendet sich Gott an Olaf geschwind:

Sage, mir was glaubst du, oh Olaf, mein Kind?"

Olaf spricht langsam:

"Ich glaube daran, dass Demokratie die Welt ändern kann,

an die Hilfe für Arme, an Weltfrieden gar."

Gott ist beeindruckt und legt ihm gleich dar:

"Setz dich mir zur Linken.

Denn dort ist dein Platz,

mit diesem Glauben,

gewinnst du im Himmel einen Schatz.“

 

 

So fragt er dann Putin: "Was glaubst du, mein Sohn?"

Darauf antwortet dieser: „Du sitzt auf meinem Thron!“

Jetzt wissen wir´s sicher,

vorher vermuteten wir es nur,

der Trump und der Putin brauchen keine Uhr.

Beide sind größenwahnsinnig, machtgierig und blind.

So entscheiden sie selbst in welcher Zeit sie nun sind.

 

Im Evangelium steht geschrieben:

Du sollst auch deine Feinde lieben.

Dies ist nicht einfach,

wir wissen`s genau.

Trotzdem wusste Jesus,

denn er war schlau,

dass wir wenn wir,

den Nächsten anfangen zu hassen,

die Welt über kurz

oder lang zu Grunde gehen lassen.

 

Das Evangelium schenkt uns

einen ehrlichen Blick -

voll Hoffnung und Freiheit.

Das ist der Trick:

Die Welt nicht zu ändern aus Hass und aus Macht,

so hat Jesus sich das gedacht.

 

Er sprach von Güte, von Liebe und Glück

und wünschte dem Menschen die Zeit zurück,

in der wir noch liebevoll und friedlich lebten

dahin zurück wollte er den Weg uns ebnen.

 

Denn wer Gottes Wort vertraut,

der hat auf keinen Sand gebaut

und kann nicht irren in dem Ziel,

das zu erreichen wäre viel,

die Welt zum Guten hin zu ändern,

nicht nur bei uns, sondern in allen Ländern.

Denn gegen das Schlechte in der Welt

hat Gott uns Christen aufs weite Feld gestellt.

Wir sollen mutig sein und treu,

nicht eigensinnig und welt-scheu.

 

Drum lasst uns beten für die Welt,

dass Gott der Herr sie lang erhält.

Dass er dem Menschen hilft zu erkennen,

dass wir uns gegenseitig sollen Geschwister nennen.

Dass, wenn jeder fängt bei sich an,

durch alle die Welt verändert werden kann.

Dass Staaten nicht zuerst an ihre eigene Macht mehr denken, sondern den Blick zum Nächsten hin lenken.

 

Dass alte mächtige Männer sehen,

dass auch sie einst werden vor Gottes Thron stehen,

um Rechenschaft zu geben

über ihr Tun und Lassen.

Dieser Gedanke sollte sie

nicht mehr ruhig schlafen lassen.

 

Hoffen und beten wir, das ist genug,

dass die Welt wird nicht nur aus Schaden klug.

So wünsch ich euch bleibt froh und heiter

und tragt die Freude Christi weiter!

 

Als nicht mehr ganz neuer Kaplan, grüße ich euch,

und hoff, ich hab euch nicht verscheucht,

auch wenn bei vielen Priesterreden hier auf Erden,

die Kirchen immer leerer werden.

 

Schon Heinz Erhard hat geschrieben:

Man soll die Woche sinvoll nutzen

und sonntags seine Seele putzen.“

Drum nutzt die Zeit und feiert Feste,

ich wünsch euch dafür nur das Beste.

 

Doch lad ich euch recht herzlich ein

nach vielem Lachen und Gereim.

 

Und hoffe wir sehen uns bald wieder

bei Aschenkreuz und Fastenlieder.

 

Das wünscht heute mit Elan,

ich euer Herr Kaplan.

 

Kaplan Frank Elsesser

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