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Vier Oberministranten in St. Michael verabschiedet.

Elf Jahre versah Tobias Hummel den Altardienst in der Stadtpfarrkirche St. Michael.

Evensong an Mariä Lichtmess

"Aus dem Dunkel ins Licht"

Predigt 3. Sonntag C „Lukas und sein Evangelium“

3_Die_Lebensbeschreibung_Jesu_bei_Lukas.pdf

Predigt 2. Sonntag im Jahreskreis 2022 C

Wir trinken heute noch davon“

2_Wir_trinken_heute_noch_daraus.pdf

Predigt Taufe des Herrn 2022

Einzig - allein, aber nicht einsam!“

2022_Einzig.pdf

 Liebe Schwestern und Brüder

 „The same procedure as last year, Miss Sophie?“ „The same procedure as every year, James.“

Da auch in diesem Jahr die Sternsinger nicht unterwegs sein können, haben die Ministrantinnen und Ministranten für Sie ein Video erstellt mit einem Hausbesuch.

Predigt Hochfest Erscheinung des Herrn

Er kommt in unsere Zeit und unsere Zeit wird Ewigkeit

Zeit_2022.pdf

Predigt 2. Sonntag nach Weihnachten . 2.1. 2022

Rauhnächte“

Rauhnächte.pdf

Predigt Neujahr 2022

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“

Es_gib_tnoch_Wunder.pdf

Liebe Schwestern und Brüder

 

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist“, so bekannte es der dänische Physiker Niels Bohr. (vgl. die ZEIT 52/2021) Ein Naturwissenschaftler, der auffordert, an Wunder zu glauben? Steht die Welt jetzt auf dem Kopf, so dass wir wieder zurückfallen in die Zeiten von Aberglaube und religiöser Wundersehnsucht? Sicher ist das nicht die Absicht des Nobelpreisträgers von 1922. Niels Bohr war ein äußerst seriöser und vernünftiger Mann, aber er erkannte, dass gerade die Entdeckung der Zusammenhänge von Atomen und Strahlungen eine Logik und Struktur aufweist, die einen gelehrten Menschen nur Staunen und Ehrfurcht abnötigen können. Er begrenzt sich nicht auf die kurzsichtige Haltung, dass die Naturwissenschaften alles erklären können, sondern ahnt wie viele andere große Wissenschaftler, dass die Gesetzmäßigkeiten und Vorgänge im Kosmos, auf der Erde, im Wasser, in Tieren und im Menschen letztlich den Verstand eines Menschen übersteigen. Wir können erkennen und erforschen, aber einen letzten Grund finden auch die klügsten Köpfe nur in diesem Eingeständnis, dass nur der, der an Wunder glaubt, wirklich ein Realist ist, also die Wirklichkeit richtig einschätzen kann.“

 

Wunder gibt es auch heute noch, zumindest in unserer Sprache.

In der Medizin können Wunder vollbracht werden. Architektonische Konstruktionen halten wie durch ein Wunder. Der Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1954 war ein Ereignis, das wir bis heute als das „Wunder von Bern“ kennen.

 

Aber was ist eigentlich ein Wunder?

Eine theologische Lehrantwort lautet: „Wunder ist ein Geschehen, das Aufsehen erregt, weil es unerwartet eintritt, im allgemeinen innerweltlich unerklärlich ist und als Hinweis auf Gottes Wirken in der Welt gewertet werden kann.“ (Lexikon der katholischen Dogmatik, hrsg. v. Wolfgang Beinert)

Wenn Sie sich das von diesem neuen Jahr erwarten, prognostiziere ich, dass die Mehrheit von Ihnen enttäuscht sein wird. Ich will nicht ausschließen, dass auch unter uns jemand sein könnte, dem so ein außerordentliches Ereignis widerfahren kann, aber für sehr wahrscheinlich halte ich es nicht. Das heißt nicht, dass ich die Wunder bestreite, die von der Bibel erzählt oder von der Kirche z.B. in Lourdes anerkannt wurden. Ich denke nur nicht, dass man sie in die eigene Zukunftshoffnung einplanen sollte.

 

Die Bibel steckt voller Wundererzählungen. Einigen könnten auch heute noch Wissenschaftler zusprechen, dass sie einfach unerklärliche Ereignisse sind, wie z.B. Krankenheilungen. Sicher aber hätten Bohr und seine Kollegen mit den meisten biblischen Wundern ihre Schwierigkeiten, wenn z.B. Johannes erzählt, dass Jesus Wasser in Wein wandelt, oder im AT der Prophet Elija auf einem Feuerwagen in den Himmel fährt, oder die Mauern von Jericho einfallen, weil die israelitischen Trompeter so schräg spielen. In vielen Fällen würde ein Naturwissenschaftler entweder sehr schnell eine logische Erklärung finden oder die Erzählung höflich als Fabel und moralische Belehrung abtun.

 

Auch in der Kirche tun wir uns mit Wundern schwer. Vielen Theologen scheinen sie naiv und unwirklich. Eine Autorin in der ZEIT meinte vor kurzem sogar, dass die Kirchen sich für die Wunder schämen und sie lieber verstecken. Das ist gar nicht so falsch. Denn wenn ich ein Wunder so erklären kann, dass der Gesprächspartner es sogar als ein wirkliches Ereignis annehmen kann, bleibt immer noch die Frage, warum es diesem oder jenem Menschen zuteil wird, anderen aber nicht. Warum wird Lazarus von den Toten auferweckt, aber Sara, die vielleicht im Grab daneben liegt, nicht? Papst Benedikt hat mit Blick auf die Wunder Jesu festgehalten, dass sie nicht automatisch zum Glauben führen, sondern in vielen Fällen zur Verhärtung und zur Ablehnung. Jesus selbst lehnt Wunder ab, um die Menschen zum Glauben zu führen. Sie unterstützen seine Verkündigung, haben aber nie einen eigenständigen Wert. Wunder wollen ja auch nicht erklärt, geplant eingesetzt oder zu Werbezwecken gebraucht werden. Sie sind nicht Teil einer Strategie. Sie geschehen im Neuen Testament in der Regel aus sehr alltäglichen Situationen, oft überraschend und ungeplant. Sie sind in sehr irdischen Augenblicke Momente, die Nähe des Himmels aufblitzen lässt.

 

Daher fände ich es sehr enttäuschend, wenn ich Ihnen am Anfang des neuen Jahres nicht Hoffnung auf ein Wunder machen könnte. Erwarten sie von mir keine Versprechungen, die sich nicht erfüllen, aber vielleicht Impulse, die die Augen öffnen, dass Wunder doch noch geschehen.

 

Weihnachten ist ein Wunder

Der ehemalige Chefredakteur der Süddeutschen, Heribert Prantl, meint, dass Weihnachten ein Wunder anderer Art als die Heilungswunder Jesu ist. „Es ist ein Wunder, das nicht körperlich verändert, er ist ein Berührtwerden im Innersten.“ Weihnachten ist eine Erfahrung, in der sich unser Leben verdichtet, in der wir offen werden, auch wenn wir uns gerne verschließen gegenüber anderen Menschen. Das Wunder von Weihnachten, so Prantl, fokussiert sich im Symbol der Krippe: „.Die Krippe stillt die Sehnsucht nach Geborgenheit. Das Irrwitzige dabei ist allerdings, dass ausgerechnet eine unbehauste Familie in einem Stall diese Sehnsucht stillt. Es gehört zu den Weihnachtswundern, dass so viele Menschen ausgerechnet bei Leuten ohne Obdach am Heiligen Abend Obhut suchen.“ (SZ v. 24.12.2021 „Weihnachten - Geschichten, die Hoffnung machen). Wir kommen zu einer Familie in einer absoluten Not- und Krisensituation und tragen ihnen unsere Not, Zweifel, Kälte, Schuld und Sehnsucht vor. Das Lächeln eines Kindes bringt Hoffnung. Das ist das Weihnachtswunder.

 

Das Zeitmagazin in der Weihnachtswoche erzählt von sieben Wundern im Jahr 2021, die ich alle sehr berührend empfinde. (Die Zeit 52/2021). Das erste von ihnen ereignet sich in Zeit nach der „großen Flut“ in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Die Geschichte berichtet von einem Oberstleutnant, der mit seiner Familie, im Ahrtal lebt. 2008 heirateten er und seine Frau in einer Kirche im Ahrtal und bauen ein Doppelhaus mit den Eltern. Als im Juli die große Flutkatastrophe alles mit sich reißt, liegt auch ihr Haus in Trümmern. Doch dann ein Wunder, fünf Tage nach der Flut, mitten in den Aufräumarbeiten, sieht es im Matsch, der den Bürgersteig bedeckt, ein Glitzern. Er findet einen Ring mit der Gravur des Vornamen seiner Ehefrau, sein Ehering. Der Mann hatte ihn am Abend vor der Flut abgenommen und der Ring schien angesichts der Massen an Schlamm und Trümmern für immer verloren. Er ruft seine Frau, zeigt ihr das Wunder und bittet sie, den Ring wieder an seinen Finger zu stecken, wie damals bei der Trauung. Für ihn ist dieser Fund ein Zeichen Gottes und für alle Nachbarn ein Zeichen der Hoffnung. Wunder sind also möglich.

 

Ob wir nach dem Wunder von Bern nun 2022 das Wunder von Katar erleben dürfen, mag ich bezweifeln. aber Wunder geschehen nicht nur durch Zufälle oder in der Werbung, wenn aus einem Kleinwagen plötzlich ein Tiger wird. Wunder geschehen in unserem Alltag und sie verweisen uns auf einen Gott, der uns nicht aus den Augen verloren hat. Es sind kleine Fingerzeige, Ereignisse, die überraschen können und uns erkennen lassen, dass doch nicht alles so logisch ist, wie es ein unbarmherziges Ablaufen der Zeit annehmen lässt.

 

Ich wünsche uns nicht, dass solche Wunder in diesem Jahr geschehen mögen, denn ich bin mir sicher, dass sie sich ereignen. Ich wünsche uns vielmehr offene Augen des Herzens, mit denen wir sie wahrnehmen können, so dass sie uns Mut und Hoffnung machen in allem Dunkel, das auch in diesem Jahr auf uns zukommen wird. Amen.

Sven Johannsen, Pfarrer Lohr a. Main

Predigt Silvester 2021

Welches Lied haben Sie für den Abschied vom Jahr 2021?“

2021_Du_hast_den_Farbfilm_vergessen.pdf

Sternsingen in unseren Gemeinden:

 

Auch 2022 steht die Dreikönigsaktion noch unter den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. In einigen Gemeinde ist es daher nicht möglich, dass die Gruppen unterwegs sein können.Wie es in Ihrer Gemeinde abläuft, entnehmen Sie bitte der folgenden Aufstellung:

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